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SENDETERMIN Do, 14.5.2009 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen Die Varusschlacht war nicht das Ende

Archäologen schreiben die Geschichte von Römern und Germanen neu

Von Matthias Hennies

Auf der Suche nach Ruhm und Reichtum zogen römische Feldherren um das Jahr Null nach Germanien. Mit ihren Legionen warfen sie die germanischen Stämme nieder, das Land sollte in das Imperium des Kaisers Augustus eingegliedert werden. So steht es in den Geschichtsbüchern. Doch die Römer unternahmen jenseits von Rhein und Donau weit mehr als nur Kriegszüge. Sie beuteten Rohstoffe aus und bauten eine Infrastruktur für Handel und Verwaltung auf. Das haben neue Ausgrabungen zutage gebracht. Und mehr noch: Nach der katastrophalen Niederlage des Varus im Jahr 9 verschwanden die waffenstarrenden Legionen nicht für immer aus Germanien. Spuren einer Schlacht sind ans Licht gekommen, die gut 200 Jahre später am Rand des Harzes geschlagen wurde. Die Geschichte von Römern und Germanen lief offenbar anders ab, als man lange dachte.

Literatur:

- Rainer Wiegels (Hrsg): „Die Varusschlacht - Wendepunkt der Geschichte“. Theiss-Verlag, Stuttgart 2007

- Reinhard Wolters: „Die Schlacht im Teutoburger Wald“. Beck-Verlag, München 2008

- Klaus Bringmann: „Augustus“. Primus-Verlag, Düsseldorf 2007

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