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SENDETERMIN Do, 29.1.2009 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen "Dreckwühler" im amerikanischen Sumpf

Der Schriftsteller Upton Sinclair

Von Joachim Meißner

Schlachthof

Schlachthof

Der Roman "The Jungle" (erschienen 1906), in dem Upton Sinclair die Geschichte des Arbeiters Rudkus schildert, war sein erster großer Erfolg. Sinclair (1878 - 1968) wollte soziale Missstände aufdecken, kämpfte gegen Korruption, Ausbeutung und unmenschliche Arbeitsbedingungen wie die in den Schlachthöfen von Chicago, die er im "Dschungel" beschrieben hat. Für seine Überzeugung ging er ins Gefängnis. Er war Schlachthofarbeiter, Journalist und Politiker, schrieb Romane, Dramen, Kinderbücher und Pamphlete. Für seinen Roman "Dragon's Teeth" (Drachenzähne) erhielt er 1943 den Pulitzerpreis. Präsident Roosevelt nannte ihn wegen seines unermüdlichen politischen Engagements halb verächtlich, halb respektvoll einen "Dreckwühler" (Muckraker) und forderte von seinem Verleger: "Sagen Sie ihm, er soll Ruhe geben und die Regierung des Landes für eine Weile mir überlassen."

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