Bitte warten...

SENDETERMIN Mi, 2.7.2008 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen Lüge, Irrtum, Fantasiegeschichte

Warum Menschen vor Gericht falsch aussagen

Von Sonja Striegl

Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht.

Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht.

Eine junge Frau behauptet, von Rechtsextremisten überfallen worden zu sein. Sie präsentiert ein Hakenkreuz, das in ihre Wange geritzt ist. Die Strafverfolgungsbehörden nehmen die Ermittlungen auf, doch es stellt sich heraus, dass die Frau gelogen hat. Wegen Vortäuschung einer Straftat wird sie nun selbst angeklagt. Falsche Opferzeugen kommen bei den unterschiedlichsten Delikten vor. Hakenkreuze versprechen höchste Aufmerksamkeit, angebliche Sexualdelikte sind besonders häufig. Oft wollen die vermeintlichen Opfer Zuwendung erpressen, manchmal auch bewusst einem anderen schaden. Besonders schwer sind diese Geschichten zu entlarven, wenn die Lügner sie selbst glauben. Dann ist es selbst für Gutachter kaum möglich, den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Aber nicht nur Opfer machen Falschaussagen. Es gibt auch Täter, die sich fälschlicherweise selbst beschuldigen.

Weitere Themen in SWR2