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SENDETERMIN Mo, 14.4.2008 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen Die Berggorillas von Bwindi

Forschung an Primaten in Ugandas Nationalpark

Von Klaus Wilhelm

Gorilla-Männchen

Gorilla-Männchen

Freundschaften, Feindschaften, Kämpfe, Sex, Geburten, Tod, Dramen: Was die Biologin Martha Robbins im Bwindi-Nationalpark in Uganda beobachtet, ist eine Daily-Soap der besonderen Art. Denn seit 1998 beobachtet die Amerikanerin in Diensten des Leipziger Max-Planck-Institutes für Evolutionäre Anthropologie Berggorillas. Aus ihren Studien ist ein in mancher Hinsicht neues Bild der charismatischen Menschenaffen entstanden. Kernpunkte: Gorillas können unter völlig verschiedenen ökologischen Bedingungen leben.

Die Ernährung der Tiere beeinflusst deren Sozialleben und Fortpflanzung. So gesehen unterscheiden sich die Berggorillas Bwindis von ihren Artgenossen in Ruanda, ganz zu schweigen von den Flachlandgorillas im zentralen und westlichen Afrika. Abhängig von der Ernährung variieren die Zusammensetzung der Gruppen und die Fortpflanzungsstrategie der Tiere. Zudem bestimmt das Verhalten der Weibchen oft das Verhalten der Männchen – so die Erkenntnis von Martha Robbins, die auch Zugang zu den Daten aus 40 Jahren Gorilla-Forschung in Ruanda hat und die auch Flachlandgorillas in Gabun, Kongo und Zentralafrika erforschen lässt. Das ermöglicht einzigartige Vergleiche von Gorillas in unterschiedlichen Ökosystemen. Klaus Wilhelm hat die Biologin auf ihren Streifzügen begleitet.

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