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SENDETERMIN So, 11.2.2007 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen (Aula) Viel fernsehen, wenig lernen

Wie sich Medienkonsum auf die Schulleistungen auswirkt

Von Christian Pfeiffer

Christian Pfeiffer

Christian Pfeiffer

Es ist ein bekannter Mechanismus: Wenn Schüler gewalttätig werden, wenn sie wie im Falle Erfurt und Emsdetten Amok laufen, wenn sie gleichzeitig mit dem Computer Killerspiele konsumiert haben, wird kontrovers über die Frage diskutiert: Wie wirkt sich mediale Gewalt aus, macht sie den Rezipienten tatsächlich aggressiver, gewaltbereiter?

Die Fragen beschäftigen auch seit langem den Kriminologen Christian Pfeiffer, der zusammen mit Neurobiologen eine große Studie durchgeführt hat, die zeigt, wie sich starker Medienkonsum auf die kognitiven Leistungen von Schülern und Schülerinnen auswirkt. Dabei geht es auch um aggressive, gewalthaltige Computerspiele. Professor Christian Pfeiffer erklärt, warum Kinder, die oft mit dem Computer spielen, schlecht in der Schule sind und warum gerade Jungen gefährdet sind.

Professor Christian Pfeiffer,

geboren 1944, studierte Rechtswissenschaften und Sozialpsychologie in München und London. Er war nach dem Studium kurze Zeit als Rechtsreferendar an einem OLG und gleichzeitig ehrenamtlich als Bewährungshelfer tätig. 1984 Promotion, 1985 Berufung auf eine C-3 Professur und gleichzeitig Berufung zum stellvertretenden Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen; seit 1988 alleiniger Direktor. 2002 - 2003 war Pfeiffer Justizminister des Landes Niedersachsen. Er zählt zu den engagiertesten Kriminologen Deutschlands.

Seit 1998 ist Pfeiffer als Vorsitzender der Bürgerstiftung Hannover tätig, die sich zum Ziel gesetzt hat, Bürger und Wirtschaftsunternehmen dazu zu gewinnen, sich bei der Gestaltung ihres Gemeinwesens zu engagieren.

Forschungsschwerpunkte:

* Einfluss von Medienkonsum auf Kinder

* Jugendkriminalität

* Gewalt in Familien

* Umgang der Medien mit Gewaltverbrechen

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