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SENDETERMIN Di, 16.4.2019 | 7:07 Uhr | SWR2

SWR Tagesgespräch mit Peter Dabrock "§217 verbietet nicht generell Sterbehilfe"

Der Vorsitzende des Ethikrates, Dabrock, sieht beim §217 zur geschäftsmäßigen Sterbehilfe für Palliativmediziner keine große Gefahr, sich strafbar zu machen.

Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, sieht beim heute vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelten §217 zur geschäftsmäßigen Sterbehilfe für Palliativmediziner keine große Gefahr, sich strafbar zu machen. Im SWR Tagesgespräch sagte Dabrock, die Richter müssten das jetzt prüfen und möglicherweise müsse die Palliativmedizin gestärkt werden. Grundsätzlich aber verbiete die Vorschrift seiner Meinung nach nicht die Suizidassistenz durch Ärzte.

Im SWR erklärte Dabrock, nur wenn die Suizidassistenz kontinuierlich und auf Dauer angelegt sei, dann gebe es hier ein Problem. Außerdem müsse die Intention des Arztes berücksichtigt werden. Dabrock betonte, er habe den Eindruck, dass einige versuchten, eine bestimmte Auffassung zum Sterben politisch durchzudrücken und dabei „nicht volle Wahrheiten vertreten werden“. Auch der Präsident der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Radbruch, beispielsweise sehe überhaupt kein Problem für Palliativmediziner, Menschen beim Tod zu begleiten.

Dabrock sagte im SWR, eine Gesellschaft müsse alles tun, damit jeder Mensch in Würde sterben könne. Das heiße aber nicht, dass Vereine, die ein Geschäft mit dem Tod betrieben, ihre Ziele verfolgen könnten oder der Staat dafür Mittel und Medikamente zur Verfügung stellen müsse.

Sendung vom

Di, 16.4.2019 | 7:07 Uhr

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