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SENDETERMIN Do, 21.3.2019 | 7:07 Uhr | SWR2

SWR Tagesgespräch mit Ilona Füchtenschnieder, Fachverband Glücksspielsucht Freigabe von Glücksspiel ist „Horrorszenario“

Süchtige könnten zuhause im Schlafanzug "Haus und Hof" verspielen, wenn Glücksspiel im Netz erlaubt wird. Das befürchtet Ilona Füchtenschnieder, Vorsitzende des Fachverbands Glücksspielsucht.

Die Vorsitzende des Fachverbands Glücksspielsucht, Ilona Füchtenschnieder, sieht es kritisch, dass die Bundesländer Sportwetten im Netz freigeben wollen. Sie befürchte, dass dies der Anfang einer kompletten Liberalisierung des Onlinemarktes sei, sagte Füchtenschnieder im SWR Tagesgespräch. Das sei für sie ein "Horrorszenario". In jedem Fall könnten Süchtige in Zukunft zuhause im Schlafanzug ohne soziale Kontrolle "Haus und Hof" verspielen. Deshalb brauche es strikte Regeln.

Bei den Glücksspielanbietern handele es sich nicht "um Chorknaben". Sie würden aggressiv mit ihren Kunden kommunizieren. Deshalb müsse es unter anderem eine Sperrsoftware geben, die Spieler daran hindere, am PC zu zocken. Außerdem brauche es eine Möglichkeit, das Konto explizit freischalten zu können. Spieleinsätze sollten automatisch begrenzt werden, allerdings nicht auf maximal 1000 Euro im Monat, worüber derzeit diskutiert werde. Das sei keine Suchtprävention, so die Verbandsvorsitzende.

Füchtenschnieder forderte, die künftige Aufsichtsbehörde gut aufzustellen. Sie müsse beispielsweise Konzessionen wieder zurücknehmen können. Momentan sei die Aufsicht nicht in der Lage, einen "so problematischen Markt wirksam zu regulieren".

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Do, 21.3.2019 | 7:07 Uhr

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