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SENDETERMIN Do, 20.12.2018 | 7:07 Uhr | SWR2

CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen US-Truppenabzug aus Syrien "fatales Zeichen"

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Röttgen, hat den angekündigten US-Truppenabzug aus Syrien kritisiert. Die Entscheidung zeige die Unberechenbarkeit der USA.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU) hat den angekündigten Truppenabzug der USA aus Syrien kritisiert. Im SWR Tagesgespräch sagte Röttgen, die Entscheidung Trumps sei "ein fatales Zeichen". Noch vor kurzem habe man aus Washington von höchst offiziellen Stellen, wie dem Sicherheitsberater des US-Präsidenten, ganz andere Aussagen zur Truppenpräsenz in Syrien gehört. Die Entscheidung jetzt zeige die derzeitige Unberechenbarkeit der US-Regierung und dies sei vor allem für die Verbündeten ein fatales Signal. Die Kurden z.B. würden hier "im Stich gelassen". Außerdem zeige die USA so Russland und dem Iran, dass man an Syrien "gar kein Interesse" habe. Der CDU-Außenpolitiker fügte hinzu, auch wenn es irgendwann zum Wiederaufbau Syriens komme, wäre eine US-Truppenpräsenz wichtig gewesen – eine Art "Faustpfand, um auch westliche Interessen und Stabilitätsinteressen dort zu verfolgen."

In Bezug auf das deutsch-russische Verhältnis sagte Röttgen im SWR, hier werde sich nicht so schnell etwas verbessern. Deutschland habe gegenüber Russland in Bezug auf die Krim etc. immer deutlich Position bezogen und das sei auch gut so. Man müsse immer zeigen, dass man diese rücksichtslose russische Politik nicht akzeptiere. Gleichzeitig aber müsse Deutschland nach "jeder Gelegenheit der Zusammenarbeit und der Entspannung suchen."

 

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Do, 20.12.2018 | 7:07 Uhr

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