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SENDETERMIN Di, 26.2.2019 | 17:05 Uhr | SWR2

Der verkannte Jahrhundert-Philosoph Was bleibt von Karl Jaspers?

Es diskutieren:
Prof. Dr. Matthias Bormuth, Philosoph und Vorsitzender der Karl-Jaspers-Gesellschaft e.V., Oldenburg
Wolfram Eilenberger, Publizist und Philosoph
Prof. Dr. Annemarie Pieper, em. Universität Basel
Gesprächsleitung: Martin Durm

Kant-Nachfolger oder wirkungsarmer Denker?

"Wo er spricht, wird es hell", hat Hannah Arendt einmal über ihren Lehrer gesagt. Er sei der einzige Nachfolger, den Kant je hatte.

Karl Jaspers, der vor 50 Jahren hochbetagt starb, war zu Lebzeiten einer der prominentesten deutschen Denker. Doch der moderne Philosophiebetrieb hat sein Werk ad acta gelegt und als wirkungsarm archiviert.

Verständigung zwischen Kulturen und Verständnis für Religionen

Jaspers gilt als überholt. Dabei hat er Fragen gestellt, die heute enorm aktuell wirken: Was sind die Bedingungen für eine gelingende Verständigung der Kulturen? Verlieren wir in der Nüchternheit der Moderne das Gespür für Transzendenz?

5:13 min | Di, 26.2.2019 | 12:33 Uhr | SWR2 Journal am Mittag | SWR2

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50. Todestag von Karl Jaspers: Ein großer Philosoph, ein integrer Mann

Astrid Tauch im Gespräch mit Jens Halfwassen

Karl Jaspers sei einer der bedeutenden Metaphysiker des 20. Jahrhunderts, so der Heidelberger Philosoph Jens Halfwassen anlässlich des 50. Todestages von Jaspers. Er habe Existenz und Transzendenz ins Verhältnis gesetzt und damit an Diskussion um die Bedeutung der "Seele" seit Platon angeknüpft. Als Philosophiegeschichtler habe er die Traditionen Europas, Chinas und Indiens "auf Augenhöhe ins Gespräch gebracht". Als Schöpfer einer negativen Theologie schließlich, so Halfwassen, habe Jaspers die historischen Religionen "als Chiffren der Transzendenz" greifbar gemacht und jenseits eines Absolutheitsanspruchs ihren Wahrheitsgehalt anerkennbar gemacht. Wegen seiner hohen Integrität und weil ihm die Nazis wegen seiner jüdischen Frau Gertrud Jaspers-Mayer Lehrverbot erteilt hatten, habe seine Stimme in der Nachkriegszeit besonderes Gewicht gehabt. So habe er gegen die These einer Kollektivschuld der Deutschen am Zweiten Weltkrieg argumentiert.

Sendung vom

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"Diskursiver Kultstatus"

"Das SWR2 Forum hat sich einen diskursiven Kultstatus erarbeitet."
Prof. Dr. Jochen Hörisch, Universität Mannheim

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Dr. Ulrike Draesner, Schriftstellerin, Berlin

"Das SWR2 Forum ist die mit Abstand beste Talksendung im deutschen Rundfunk."
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