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SENDETERMIN Di, 26.3.2019 | 22:03 Uhr | SWR2

SWR2 Lesenswert Gespräch Wer bin ich eigentlich? Neue Literatur auf der Suche nach Identität

Carsten Otte spricht mit Tanja Maljartschuk und Reinhard Kaiser-Mühlecker

Aufzeichnung von der Leipziger Buchmesse 2019

26:09 min

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Leipziger Buchmesse 2019

Carsten Otte im Gespräch mit Tanja Maljartschuk über ihren Roman „Blauwal der Erinnerung“

SWR2 Literaturredakteur Carsten Otte im Gespräch mit Tanja Maljartschuk

Der Roman „Blauwal der Erinnerung“ von der Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk erzählt von dem vergessenen ukrainischen Volkshelden Wjatscheslaw Lypynskyj. Gespräch mit Tanja Maljartschuk vom 21.3.2019 beim ARD Forum der Buchmesse Leipzig. <br />Kiepenheuer &amp; Witsch, Aus dem Ukrainischen von Maria Weissenböck, ISBN: 978-3-462-31958-3, 288 Seiten, 18,99 Euro.

In ihrem neuen Roman "Blauwal der Erinnerung", der aus dem Ukrainischen übersetzt wurde, erzählt Maljartschuk von einer Frau, die nach unglücklichen Beziehungen unter Panikattacken und monatelang die Wohnung nicht verlässt. Sie findet Orientierung und Halt in einer historischen Figur, die für die Geschichte der Ukraine eine große Rolle spielte: Wjatscheslaw Lypynskyj. Der leidenschaftliche Geschichtsphilosoph und Politiker entstammte einer polnischen Adelsfamilie, die in der Westukraine lebte. Schon früh identifizierte er sich mit der Ukraine und bestand auf der ukrainischen Form seines Namens. Nach dem Studium befasste er sich politisch und historisch mit dem zwischen Polen und Russland zerrissenen Land und forderte wie besessen seine staatliche Unabhängigkeit. Ein Kampf, der ihn durch verschiedene Länder führte und persönliche Opfer kostete.

Tanja Maljartschuk, 1983 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine geboren, studierte Philologie an der Universität Iwano-Frankiwsk und arbeitete nach dem Studium als Journalistin in Kiew. Seit 2011 lebt sie als Autorin in Wien. 2009 erschien auf Deutsch ihr Erzählband »Neunprozentiger Haushaltsessig«, 2013 ihr Roman »Biografie eines zufälligen Wunders« und 2014 »Von Hasen und anderen Europäern«. 2018 erhielt sie für den Text »Frösche im Meer« in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis.

27:01 min

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Leipziger Buchmesse 2019

Reinhard Kaiser-Mühlecker im Gespräch mit Carsten Otte über seinen Roman „Enteignung“

Carsten Otte

Ein Journalist kehrt an den Ort seiner Kindheit zurück und bleibt dort kleben. Der österreichische Schriftsteller Reinhard Kaiser-Mühlecker erzählt in seinem Roman von gesellschaftlichen Umbrüchen und den Folgen für das Seelenleben der Menschen. Gespräch mit Reinhard Kaiser-Mühlecker vom 21.3.2019 beim ARD Forum der Buchmesse Leipzig.<br />Roman, S. Fischer Verlag, 224 Seiten, 21 Euro.

In seinem neuen Roman „Enteignung“ erzählt Reinhard Kaiser-Mühlecker von den Umbrüchen in unserer Gegenwart: Nach Jahren auf Reisen kehrt ein Journalist in den Ort seiner Kindheit zurück, an dem er nie heimisch war. Er schreibt für das kriselnde Lokalblatt, er beginnt eine Affäre und arbeitet auf dem Hof eines Mastbauern, dessen Land enteignet wurde. Rätselhaft und faszinierend sind sie, Ines, Hemma, Flor, und sie ziehen ihn hinein in die Kämpfe um ihr Leben, das ihnen weggenommen wird. Ein existentieller und aufwühlender Roman darüber, wie diese Welt im Wandel unsere Gefühle und Beziehungen verändert.

Reinhard Kaiser-Mühlecker wurde 1982 in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte Landwirtschaft, Geschichte und Internationale Entwicklung in Wien. Sein Debütroman ›Der lange Gang über die Stationen‹ erschien 2008, es folgten die Romane ›Magdalenaberg‹ (2009), ›Wiedersehen in Fiumicino‹ (2011), ›Roter Flieder‹ (2012) und ›Schwarzer Flieder‹ (2014) sowie ›Zeichnungen. Drei Erzählungen‹ (2015). Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Preis der Jürgen-Ponto-Stiftung, dem Kunstpreis Berlin, dem Österreichischen Staatspreis und dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Zuletzt erschien der Roman ›Fremde Seele, dunkler Wald‹ (2016), der für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde.

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