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SENDETERMIN Do, 7.2.2019 | 15:05 Uhr | SWR2

SWR2 Leben Ehrliche Reue? Mein Nazi-Großvater und seine Umkehr

Von Kilian Pfeffer

Kilian Pfeffers Großvater war überzeugter Nationalsozialist. Nach 1945 gehörte er zu den wenigen, die seine Vergangenheit nicht verschwiegen. Als er in den 60er-Jahren als Professor für Soziologie an die Universität Münster berufen wurde, ließ er eine studentische Vollversammlung einberufen. Er diskutierte mit den Studierenden, warum er Nationalsozialist war - und nun aber keiner mehr sei.

Kilian Pfeffer wollte wissen: Was war mein Großvater, der 1971 starb, für ein Typ? Der Enkel hat in Archiven geforscht und mit Menschen gesprochen, die seinen Großvater erlebt haben. Je mehr er herausgefunden hat, desto komplexer wurde das Bild.

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SWR2 Leben: Mein Nazi-Großvater und seine Umkehr

Ehrliche Reue? Eine Reise in die Vergangenheit

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Georg Pfeffer, der Onkel des Autors und dessen wichtigster Gesprächspartner, vor einer Gedenktafel im KZ Sachsenhausen.

Georg Pfeffer, der Onkel des Autors und dessen wichtigster Gesprächspartner, vor einer Gedenktafel im KZ Sachsenhausen.

Karl Heinz Pfeffer, seine Ehefrau und seine vier Kinder in den 1940er Jahren. Unten links ist Georg Pfeffer.

Großvater Karl Heinz Pfeffer mit seiner Ehefrau und den Kindern Anfang der 1950er Jahre. Georg Pfeffer ist oben rechts mit Brille.

William Macmahon Ball (1901-1986), Dozent an der Universität Melbourne, Australien, und damaliger Freund Karl-Heinz Pfeffers, unternahm 1938 eine Europareise. Wöchentlich schickte er Kommentare zur internationalen Politik, die der australische Radiosender ABC sendete.

Notizen von William Macmahon Ball während eines Besuches im Konzentrationslager Sachsenhausen 1938. Karl-Heinz Pfeffer hatte den Besuch im KZ arrangiert. Der Radiokommentar, den Ball anschließend verfasste, zeigt, dass er das, was ihm dort erzählt wurde, nicht unhinterfragt glaubte.

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