Bitte warten...

"Thomas Mann in Amerika". Die Literaturwissenschaftlerin Meike Werner über die Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach

6:32 min | Mi, 21.11.2018 | 6:00 Uhr | SWR2 am Morgen | SWR2

Nie hat das Thomas-Mann-Archiv so viele Leihgaben für eine externe Ausstellung zur Verfügung gestellt: 155 Original-Exponate reisen von Zürich nach Marbach, darunter alle amerikanischen Tagebücher des Schriftstellers. Zur Eröffnung der Ausstellung "Thomas Mann in Amerika" hält unter anderem die Literaturwissenschaftlerin Meike Werner eine Rede. "Er war als Stimme Deutschlands eine außerordentlich wichtige Figur", sagt Werner im Gespräch mit SWR2. Thomas Mann habe die Rolle des Märtyrers in die des Repräsentanten umgedeutet und auch bewusst eingenommen. Und heute? "Er hat nicht mehr die Bedeutung, die er noch vor 30 Jahren hatte". Aber: "Wer unter den amerikanischen Intellektuellen nicht Thomas Mann gelesen hat, der gilt als unbelesen". Damit sei er noch heute ein Marker für Bildung.

Weitere Themen in SWR2