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Das Erbe des Solinger Anschlags vor 25 Jahren Erschreckender Alltag in Europa

6:14 min | Di, 29.5.2018 | 6:00 Uhr | SWR2 am Morgen | SWR2

Kulturgespräch mit Uwe-Karsten Heye

Vor genau 25 Jahren setzten Neonazis das Haus der türkischen Familie Genc in Solingen in Brand. Fünf Frauen und Mädchen starben. Trotz des Solingen-Schocks zeigten vor allem die Taten des NSU, dass die Sicherheitsbehörden den rechtsextremen Terror lange unterschätzt und auch ignoriert hätten, sagt der frühere Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye, heute aktiv gegen Rassismus im Verein "Gesicht zeigen". Beim NSU habe die größte Sonderkommission in der Geschichte der BRD kein einziges Mal den Versuch gemacht, die Täter unter Rechtsextremen zu suchen. "Da gibt es Hinweise, dass das auch institutionell bedingt war", meint Uwe-Karsten Heye. Bei Polizei und Sicherheitsbehörden müsse sich die politische Bildung so verbessern, dass diese nicht einseitig "und im Nebel der eigenen Vorurteile" ermitteln.

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