Bitte warten...

4. Jahrestag des Charlie Hebdo-Attentats Angriff und Verteidigung einer Gesellschaft

Interview mit Prof. Frank Baasner

8:37 min | Mo, 7.1.2019 | 8:10 Uhr | SWR2 Journal am Morgen | SWR2

Am 7. Januar 2015 überfallen in Paris zwei Maskierte die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" und erschießen zehn Menschen. Wie sehr ist der Anschlag, den später Al-Qaida im Jemen für sich beanspruchte, im kollektiven Gedächtnis der Franzosen? "Von Hysterie kann man nicht sprechen", sagt der Kulturwissenschaftler Frank Baasner. Die Franzosen hätten auch nach den Anschlägen vom November 2015 eine große Stärke bewiesen, indem sie die öffentlichen Plätze weiter frequentierten. Die Islamophobie habe auch das rechte Lager um Marine Le Pen (RN) danach nicht befeuern können. Der islamistische Terror sei heute "hausgemacht", viele Täter sind in französischen Vororten aufgewachsen. Einen Bericht vom früheren Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung Jean-Louis Borloo habe Präsident Emmanuel Macron aber "etwas kaltschnäuzig abgefertigt": Mit Blick auf die Vororte sagt Baasner: "Wir alle warten darauf, was Macron neu machen möchte".

Weitere Themen in SWR2