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SENDETERMIN Mi, 10.4.2019 | 22:03 Uhr | SWR2

SWR2 Feature Update 40.0

Die "tageszeitung" im Zeitalter der Digital Natives

Von Detlef Berentzen

Die linke "taz" wird 40 Jahre alt. Und alles wird anders. Die analoge Zeitung scheint am Ende, die Abokurve der Papierausgabe sinkt bedrohlich, die taz braucht dringend neue digitale und profitable Ideen für einen Zeitungsmarkt, der sich fast täglich radikal verändert.

Also gibt es ausreichend Kontroversen, dazu berechtigte Zweifel und Ängste, aber auch einen verrückten Mut, der das Blatt Richtung Zukunft tragen soll. Der Umzug der taz in ihren neu gebauten Berliner "Tower" soll nun den finalen Aufbruch in eine "digitale Transformation" markieren.

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40 Jahre taz

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Mittlerweile museumsreif: Der stillgelegte Fernschreiber der taz. Das Gerät stand anfangs in der Gewerbeetage der Zeitung im Berliner Wedding, in jenem Raum, wo Tag und Nacht die News der Agenturen über die "Ticker" liefen.

Mittlerweile museumsreif: Der stillgelegte Fernschreiber der taz. Das Gerät stand anfangs in der Gewerbeetage der Zeitung im Berliner Wedding, in jenem Raum, wo Tag und Nacht die News der Agenturen über die "Ticker" liefen.

Redaktionskonferenz für die "Veteranen-Taz" im September 2018 - Michael Sontheimer hat mit Andreas Rostek (re.) kurzfristig die Führung übernommen. Der langjährige Spiegel-Autor ist heute noch, sagt er, "stolz darauf, in der Gründerzeit dabei gewesen zu sein".

Alle "Dinos" sind schon da: (sitzend) Vera Gaserow, Kuno Kruse, Georg Schmitz, Gitti Hentschel und Gudrun Kromrey gehören zu den Ehemaligen, die anlässlich des 40. Jahrestags der ersten taz-Nullnummer eine "Veteranenausgabe" produzieren.

Berühmte Titelseiten und witzige Headlines! Die tazler Matthias Bröckers und Stefan Reinicke stellen auf der Genossenschaftsversammlung ihre Birthday-Edition vor: "40 Jahre taz – Das Buch". Faksimiliert, auf 400 Seiten, das journalistische Workout der letzten Jahrzehnte.

30. April 2008. Nach jahrelangen politischen und gerichtlichen Auseinandersetzungen (u. a. mit dem Springer-Verlag) ist die taz erfolgreich: Ein Teil der Kochstraße, und zwar jener in dem auch das taz-Verlagshaus liegt, wird in "Rudi-Dutschke-Straße" umbenannt.

Fast 30 Jahre lang Domizil der taz: Alt- und Neubau in der Kreuzberger Rudi-Dutschke-Straße. Nach dem Auszug im Jahre 2018 hat die taz ihr Ensemble an das Projekt "Betahaus" vermietet, das dort "Coworking Space" für Kreative installiert.

Der neue "taz-Tower" an der Berliner Friedrichstraße. Der preisgekrönte Entwurf stammt von einem Züricher Architektenbüro. Auch die ökologischen Ziele der taz sind in die Konzeption eines innovativen Energie- und Gebäudetechnikkonzepts eingeflossen.

Georg Löwisch und Katrin Gottschalk während einer Pressekonferenz zum "Szenario 2022". Löwisch, vormals Ressortleiter, ist seit 2015 Chefredakteur der taz, Gottschalk seit 2016 eine seiner Stellvertreterinnen und Co-Autorin des "taz-Innovationsreports 2021".

Barbara Junge, gemeinsam mit Katrin Gottschalk seit 2016 stellvertretende Chefredakteurin der taz. Arbeitete dort zunächst im Lokalteil, wechselte dann aber zum Berliner "Tagesspiegel" und leitete zuletzt dessen Büro in Washington.

Im neuen "taz-Tower" an der Friedrichstraße gibt es eine öffentliche Kantine mit vielfältiger Speisekarte und variablen Räumlichkeiten für Veranstaltungen.

(Produktion: SWR/WDR 2019)

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