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SENDETERMIN Mi, 10.1.2018 | 22:03 Uhr | SWR2

SWR2 Feature Die Supergeheimen

Der Militärische Nachrichtendienst der DDR

Von Thomas Gaevert

Er war einer der letzten großen Unbekannten des Kalten Krieges - der Militärische Nachrichtendienst der DDR. Sein Auftrag lautete, alle Potenzen von Bundeswehr und NATO, ihre Strukturen, Führungskonzeptionen und militärischen Pläne auszuforschen. Hunderte von Spionen - die im DDR-Sprachgebrauch Kundschafter hießen - Militärattachés und Funkaufklärer sorgten dafür, dass der Osten genauestens über den westlichen Gegner informiert war.

In der Berliner Oberspreestraße 61 liefen alle Fäden zusammen. Hier befand sich die Zentrale dieses vergleichsweise kleinen, aber schlagkräftigen Geheimdienstes. Der westdeutschen Abwehr blieb er meistens so gut wie verborgen. Sie konzentrierte sich auf die Staatssicherheit und der von Markus Wolf geleiteten Hauptverwaltung Aufklärung.

Nach dem Mauerfall besuchte Egon Bahr als erster westlicher Politiker die Zentrale der DDR-Militäraufklärung. Was er sah, entsetzte ihn im Nachhinein: weit über einhunderttausend Angaben über die Ausstattung der Bundeswehr erwiesen sich als exakt zutreffend.

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