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SENDETERMIN Mo, 4.7.2016 | 22:03 Uhr | SWR2

SWR2 Essay Prinzip Stillstand

Loops und Schleifen in der elektronischen Musik

Von Hubert Steins

In der elektronischen Tanzmusik erfreut sich die vermeintlich monotone Wiederholung musikalischer Motive mittels Sampler oder Sequenzer großer Beliebtheit. Weil aber Monotonie und Gleichlauf tranceartige Zustände provozieren können und weil die populäre Kultur seit Adorno mit einem unkritischen Hedonismus assoziiert wird, werden repetierende Rhythmen und Motivschleifen in der ernsten Musik weitgehend gemieden. Tatsächlich lassen sich die technischen Voraussetzungen für die repetitiven Stile des Pop jedoch aus der Geschichte der elektronischen Musik und besonders aus der Entstehung der Minimalmusic ableiten.

Auf den Spuren Karlheinz Stockhausens, Pierre Schaeffers, Steve Reichs, Terry Rileys, der Beatles und Gorgio Morroders begibt sich Hubert Steins gemeinsam mit dem Medienwissenschaftler Tilman Baumgärtel auf die Reise in jene Zeit, als sich in der Musik das Prinzip der maschinellen Wiederholung vom technischen Trick zum ästhetischen Prinzip wandelte.

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