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SENDETERMIN Mo, 8.5.2017 | 22:03 Uhr | SWR2

SWR2 Essay Ekel

Phänomenologie eines starken Gefühls

Von Friedrich Pohlmann

Unter den menschlichen Gefühlen ist der Ekel dasjenige mit den stärksten physisch-biologischen Komponenten. Vermutlich weil der Geruchssinn - unser archaischster Sinn - Primärübermittler des Ekelgefühls ist. Natürlich gibt es kulturelle Überformungen des Ekels, zugleich aber auch einen Bereich mit offenbar kulturübergreifender Bedeutung. Starke Ekelgefühle sind an eine Sphäre des Menschlich-Kreatürlichen gebunden. In der Sexualität sind Ekel und Lust nur durch einen schmalen Spalt getrennt. Von den anderen menschlichen Grundgefühlen hat die Scham eine besondere Nähe zum Ekel. Im Fokus steht auch der Übergang vom Bereich des physisch Ekelhaften in denjenigen des moralisch Ekelhaften, in dem die Sprache des Ekels metaphorisch weiterwirkt.

Sprecher: Friedrich Pohlmann
Regie: Michael Lissek

Sendung vom

Mo, 8.5.2017 | 22:03 Uhr

SWR2

Manuskript zum Download

Sendezeit

Montags von 22.03 bis 23 Uhr.

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