Denkmal für Jan Amos Comenius in Berlin. (Foto: dpa -)

Die Pädagogik des Johann Amos Comenius Schule als Spiel - Leben als Schule

Aus der Reihe: Große Erzieher (1/4)

SWR2 Wissen. Von Sabine Stahl

Dauer

"Erstes und letztes Ziel unserer Didaktik soll es sein, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkunden, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen, die Schüler dennoch mehr lernen; in den Schulen weniger Lärm, Überdruss und unnütze Mühe herrsche ..." So schrieb Johann Amos Comenius 1657 in, so scheint es, zeitlos gültigen Worten. Die Schule sollte eine "liebliche Stätte der Menschlichkeit" für Mädchen und Jungen jeden Standes sein, in der sie das Rüstzeug für das spätere Leben erhalten. Comenius' Forderungen würden wir heute als Chancengleichheit bezeichnen, prozessuales Lernen und Anschauungsunterricht - und sie klingen für manchen genauso aktuell wie seine Idee vom lebenslangen Bildungsprozess oder seine friedenspädagogischen Appelle. Comenius (1592 - 1670) wird das "erste große geschlossene System der Pädagogik" zugeschrieben. Doch er war nicht nur Didaktiker und Philosoph, sondern in erster Linie ein Mann Gottes: "Was ich für die Jugend schrieb, habe ich als Theologe, nicht als Pädagoge, verfasst." (Produktion 2008)

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