Erschöpft, gereizt und depressiv Was Schlafmangel bei Jugendlichen anrichtet

In Deutschland schlafen Neunt- und Zehntklässler im Schnitt nur sieben Stunden - viel zu wenig. Kein Wunder, dass sich die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler tagsüber erschöpft und müde fühlt. Doch trotz der gesundheitlichen Folgen werde das Thema immer noch zu wenig diskutiert, warnen Experten.

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Es diskutieren:
Dr. med. Barbara Schneider, Schlafmedizinerin am Kinderkrankenhaus St. Marien, Landshut
Dr. Peter Spork, Neurobiologe und Wissenschaftsjournalist, Hamburg
Dr. Hans-Günter Weeß, Psychologe und Leiter des Schlaflabors am Pfalzklinikum Klingenmünster
Gesprächsleitung: Gregor Papsch

In Deutschland schlafen Neunt- und Zehntklässler im Schnitt erst nach 23 Uhr ein und dann maximal nur sieben Stunden, denn am nächsten Morgen beginnt schon früh die Schule. Kein Wunder, dass sich die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler tagsüber erschöpft und müde fühlt.

Zwei neue Studien belegen jetzt einen chronischen Schlafmangel bei Jugendlichen. Aber anders als die Themen "Bewegung" und "Ernährung" wird falsches Schlafverhalten von Kindern und Jugendlichen öffentlich kaum diskutiert. Dabei warnen Experten schon lange vor den Folgen: Unaufmerksamkeit, Konzentrationsprobleme, Übergewicht, eine schlechtere Immunabwehr bis hin zu ADHS-ähnlichen Symptomen.

Warum finden Jugendliche immer weniger Schlaf? Wozu führt das in ihrem Alltag? Warum wird immer noch unterschätzt, wie wichtig Schlaf für Heranwachsende ist? Und lässt sich das lernen: genug und erholsam schlafen?

Bücher zur Sendung:
Hans-Günter Weeß, Die schlaflose Gesellschaft: Wege zu erholsamem Schlaf und mehr Leistungsvermögen, Schattauer
Peter Spork, Wake up!: Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft, Taschenbuch dtv 2016, EUR 9,90

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