Lacy siegt unter Adrie de Vries im T. von Zastrow Stutenpreis, Gr.3 am 06.09.2014 Renntag in Baden-Baden. (Foto: Marc Ruehl -)

SWR2 Wissen Pferd und Mensch - eine Kulturgeschichte

Von Petra Stalbus

Ein sensibles Fluchttier – das Pferd – war Jahrtausende lang der treueste Gefährte des Menschen: in Bergwerken untertage, im Lärm der Schlachtfelder, auf Ackerschollen. Heute ist es Sport- und Freizeitkumpel.

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Mit der Zähmung des Wildpferdes vor mehr als 6000 Jahren begannen Menschen eine historisch einmalige, enge Verbindung mit einem Tier einzugehen. Pferde halfen Menschen, Pflüge, Streitwagen, Karren und Schlitten zu ziehen. Pferde verliehen Schnelligkeit, Kraft und kriegerische Überlegenheit - Reiter wurden jahrtausendelang zu Ikonen der Macht. Noch bis ins 20. Jahrhundert waren Pferde allgegenwärtig, in Landwirtschaft, Städten und bei Armeen. Als Sport- und Freizeitpartner werden die Vierbeiner bis heute geschätzt und geliebt. Doch es gibt auch Nischen, in denen Pferde wie früher Arbeitsgefährten des Menschen sind. Sogar die barocke Reitkunst wurde wiederbelebt, an der einzigen deutschen Hofreitschule, in Schloss Bückeburg in Ostwestfalen.

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