Henry Cole (Foto: Kacho Lopez Mari -)

SWR NEWJazz Meeting 2015 Realm of Possibilities

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Die Freikartenverlosung für das Konzert am 27. November 2015 im Tollhaus Karlsruhe ist beendet

Fabian Almazan, Pianist der Band des Trompeters Terence Blanchard, stellt beim legendären SWR NEWJazz-Meeting sein erstes Projekt unter eigenem Namen vor. "Im Jazz geht es um Vorwärtsdenken", sagt Fabian Almazan. Mit "Realm of Possibilities" "Aber letztendlich geht es mir in meiner Musik darum die Welt zu einem besseren Ort zu machen".

SWR NewJazz Meeting 2015 – "Realm of Possibilities" auf Tour

Fabian Almazan (Foto: Vincent Soyez -)
Fabian Almazan, Piano, Vincent Soyez -

Gefragter Sideman

Auffallend viele stilbildende Jazzmusiker sind durch eine besondere Schule gegangen.  Vor ihrem endgültigen internationalen Durchbruch haben sie in den Bands der ganz Großen gespielt. So war es bei Miles Davis im Charlie Parker Quintett, so war es bei Wayne Shorter in Art Blakeys Jazz Messengers,  so war es bei Pat Metheny im Gary Burton Quintet.

Und genauso ist es auch bei Fabian Almazan. Seit 2007 ist er festes Mitglied in der Band des Trompeters Terence Blanchard. Zugleich ist er ein viel gefragter Sideman, der mit dem Marc Guiliana Quartet ebenso tourt wie mit dem Saxofonisten Walter Smith III.

gg"Realm of Possibilities" - Die Musiker

Eigens für das SWR NEWJazz Meeting hat Almazan in Zusammenarbeit mit der Jazzredaktion das Sextett „Realm of Possibilities“ zusammengestellt, das Musiker aus Puerto Rico, Malaysia, Kanada, Kuba und den USA vereint. Es ist eine Band, die in dieser Form noch nicht zusammengespielt hat, bestehend aus sehr unterschiedlichen Musikern, die aber alle etwas gemeinsam haben: Sie alle leben in New York. Und sie alle gehören zur Speerspitze des jungen, vorwärts drängenden Big-Apple-Jazz.

Fabian Almazan wurde 1984 in Havanna geboren. Er ist der Sohn kubanischer Flüchtlinge, 1993 emigrierten seine Eltern zunächst nach Mexiko und gingen dann über die Grenze in die USA, nach Miami, Florida. Da  sich dort die Familie weder ein Klavier noch Musikunterricht leisten konnte, nahm die Konzertpianistin Conchita Betancourt den talentierten jungen Fabian unter ihre Fittiche. Drei Jahre lang gab sie im Klavierunterricht „ohne je einen Penny zu verlangen“, wie sich Almazan erinnert. „Obwohl ich sehr jung war, spürte ich, dass  jemand mir vertraute. Das hat mich bestärkt bei der Musik zu bleiben und an meine Mission zu glauben. Ich möchte mit meinen Sounds etwas von dem zurückgeben, was ich bekommen habe“, sagt Almazan der an der Manhattan School of Music Jazz studierte und dort sein herausragendes Talent als Improvisator entdeckt hat.

Anna Webber ist eine hervorragende Saxofonistin, die ihre Linien mit den fein differenzierten Strukturen der Neuen Musik kreuzt. Der Vibrafonist Chris Dingman erneuert sein Instrument, indem er ihm – auch durch besonderen Einsatz des Pedals – sublime schillernde Farben entlockt. Der Gitarrist Ryan Ferreira ist in Ambient Jazz-Projekten genauso begehrt wie im extravaganten Kontext von Tim Bernes Band Snakeoil.

Chris Dingman (Foto: Zachary Maxwell Stertz -)
Chris Dingman, Vibrafon Zachary Maxwell Stertz -

Die Bassistin Linda Oh – geboren in Malaysia, aufgewachsen in Australien – hat sich, seit sie im Big Apple lebt, einen Stammplatz in zwei New Yorker Top-Bands erspielt: sowohl bei Dave Douglas als auch bei Joe Lovano. Und der aus Puerto Rico stammenden Henry Cole lässt in seinem Spiel zeitgenössische Jazzrhythmen bruchlos mit den Grooves von Latin, Afro-Beat und Rock verschmelzen.

Im Jazz geht es um Vorwärtsdenken

Einheit durch Reibung. "Im Jazz geht es um Vorwärtsdenken", sagt Fabian Almazan. Mit „Realm of Possibilities“ beim SWR NEWJazz-Meeeting möchte er seinen Teil dazu beitragen. "Übrigens, wenn ich das sage, klingt  es zwar wie Kumbaya" (wie ein kitschiger Spiritual), sagt er, "aber letztendlich geht es mir in meiner Musik darum die Welt zu einem besseren Ort zu machen".

Das SWR NEWJazz Meeting - eine legendäre Institution

Ziel des SWR NEWJazz Meeting ist es, musikalische Begegnungen möglich zu machen, die unter normalen Bedingungen nur schwer zu realisieren sind. Die Idee: völlig verschiedene Musiker, die vorher noch nicht zusammen kamen, erarbeiten in einem mehrtägigen Prozess in den Rundfunkstudios des Südwestrundfunks ein gemeinsames Programm, dass sie im Anschluss daran in öffentlichen Konzerten im Sendegebiet präsentieren.

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