Neue CD von Daniel Hope

Für Jahreszeiten

STAND
AUTOR/IN
Gaby Beinhorn
KÜNSTLER/IN
Daniel Hope, Zürcher Kammerorchester

Geschenk-Tipp vom 18.12.2007

Daniel Hopes neue CD heißt „For Seasons“ – nicht „Vier Jahreszeiten“, sondern „Für Jahreszeiten“: ein vielschichtiges Konzeptalbum, eine stimmungsvolle Einheit aus Jahreszeiten, Musik und Bildern. Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ werden mit der Musik anderer Komponisten verschiedener Epochen kombiniert und zusammen mit zeitgenössischen Bildern präsentiert.

Es handelt sich um Daniel Hopes erste „Jahreszeiten-CD“ – nicht zu verwechseln mit seiner vor fünf Jahren erschienenen Silberscheibe „Vivaldi recomposed“, der modernen Jahreszeiten-Version von Max Richter. Konzertmeister Hope spielt die Originalversion zusammen mit seinem Zürcher Kammerorchester, eine solide Interpretation, Hope in Bestform. Und: er schlägt einen großen Bogen zu Stücken aus ganz anderen Zeiten und Genres.

Es ist eine musikalische Reise durchs Kalenderjahr, jedem Monat ist ein ganz besonderes Stück gewidmet. Perspektiven und Stimmungen sind durch die jeweiligen Monate inspiriert. Das musikalische Spektrum reicht von Bach bis Chilly Gonzales, ein facettenreicher Jahreszeiten-Zyklus mit stilistisch unterschiedlichen Miniaturen. Natürlich ist allesamt für Hopes Geige arrangiert.

Zeitgenössische Kunst im Booklet

Als Ergänzung zur Musik findet man im Booklet zwölf Werke bildender Künstler, die ebenfalls auf das Konto der Jahreszeiten gehen. Darunter sind Caio Fonseca, Dirk Dzimirsky, Simone Haack, Robert Rau oder Norman Perryman. In Abstimmung mit der jeweiligen Komposition hat Hope die bildenden Künstler gebeten, ebenfalls über das Thema „Jahreszeiten“ zu reflektieren. Ein Hauch von Gesamtkunstwerk liegt über dieser Silberscheibe.

Alles in allem ein atmosphärisches Album. Tief empfunden, farbenreich und persönlich lässt Hope hier die Musik unterschiedlicher Epochen erblühen. Wer mag, der kann dazu über die zeitgenössischen Kunstwerke im Booklet meditieren.

STAND
AUTOR/IN
Gaby Beinhorn
KÜNSTLER/IN
Daniel Hope, Zürcher Kammerorchester