Bonobo-Gruppe (Foto: Imago, Imago/Fotograf XY -)

Evolutionsbiologie Das Liebesleben der Primaten

Evolutionsbiologie Das Liebesleben der Primaten

Makaken-Familie (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Vielfalt im Primatenreich, alles ist erlaubt: "Nackte" Affen können im Prinzip alles Mögliche miteinander treiben, das durchaus im Rahmen des "Natürlichen" bleibt. Von Monogamie über Vielweiberei bis hin zur Vielmännerei, von Ehescheidung bis zum polyamoren Partnertausch, über die Patchwork-Familie bis zum gleichgeschlechtlichen Zusammenleben, einschließlich Kinderadoption". Die Natur präsentiert also eine äußerst große Vielfalt an sexuellen Mustern. Foto: Colourbox.de -
Das Sexualverhalten der polygamen Bonobos: "Fruchtbare Weibchen paaren sich bis zu 50 Mal am Tag mit oft mehr als zehn verschiedenen Männchen. Deren Konkurrenz ist gleichwohl abgeschwächt, da sie lebenslang in ihrer Geburtsgruppe bleiben. Weshalb sie genetisch einander nahestehen. Somit sind die Männchen lediglich ein wenig größer als die Weibchen, verfügen aber erwartungsgemäß über große Hoden. Mit 2,7 Kilo Körpergewicht sind die fast dreimal so schwer wie die der eher ein-ehigen Gibbons und fünf bis 13 Mal schwerer als die der polygynen Organ-Utans und Gorillas". Dieses Merkmal resultiert aus dem Phänomen der Spermakonkurrenz: Da sich die Bonobodamen mit mehrerer Partnern vergnügen, gewinnen die besten Samen den Wettlauf ums Ei. Imago Imago/Fotograf XY -
Wie die Struktur von Gemeinschaften das Sexualverhalten beeinflusst: "In Ein-Männchen-Sozietäten kann Sex ohne störende Präsenz von Rivalen stattfinden. Dementsprechend dauert der Koitus relativ lange, sowohl bei Haremshaltern wie den Mantelpavianen oder den monogamen Springaffen. In Viel-Männchen-Sozietäten, etwa von Makaken, ist hingegen das Intervall vom Einführen des Penis bis zum Samenerguss kürzer, da paarungswillige Weibchen umlagert sind und ein Kopulator sich besser beeilt, bevor ihn Konkurrenten verprügeln." Imago Imago/Fotograf XY -
Warum leben Männer kürzer als Frauen? "Evolutionsbiologisch erklärt sich die verkürzte Männerexistenz, weil alternde Männchen von jüngeren Konkurrenten an weiterer Fortpflanzung gehindert werden. Wenn Greise aber nicht mehr zeugen, können keine Erbanlagen herausselektiert werden, die hohes Alter begünstigen. Im post-reproduktiven Stadium nagt der Zahn der Zeit deshalb sehr rasch an den alten Haudegen". Model Foto: Colourbox.de -
Unser stammesgeschichtliches Erbe sind allein die geschlechtstypischen Reproduktionsstrategien. Da Männer mit wenig Aufwand Kinder zeugen können, ist ihnen eine Tendenz zur Polygynie in die Wiege gelegt, während Frauen wegen Schwangerschaft und Stillzeit auf jeden Fall viel in Nachkommen investieren müssen und so von zahlreichen Partnern weniger profitieren. Foto: Colourbox.de -
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