SWR2 Wissen: Aula Kontrollverlust

Gesellschaften zwischen Resignation und Radikalismus

Von Kostas Petropulos

Dauer
Pegida-Demonstration in Dresden (Foto: SWR, SWR -)
SWR -

Unsere über Jahrzehnte wohlgeordnete Welt in Deutschland und Europa ist aus den Fugen geraten. Die europäische Banken-, Staatsschulden- und Eurokrise haben das bisherige Wachstumsmodell zerstört und damit den Kitt zwischen den Gesellschaften bröckeln lassen. Bei Wahlen steigt der Anteil der Wahlverweigerer und zugleich erringen ausländerfeindliche oder nationalistische Parteien gerade in Frankreich oder Osteuropa immer größere Erfolge. Im scheinbar krisenstabilen Deutschland ist es vor allem die AfD, die mit ihrer Forderung nach einer Abkehr von der bisherigen Finanzsolidarität und ihrer Anbiederung an Pegida einen politischen Aufstieg feiert. Kostas Petropulos, Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit, sieht noch weitere Auflösungserscheinungen, die zur Belastungsprobe der westlichen Demokratien werden könnten. In seinem Vortrag geht er den tieferen Ursachen dieser Entwicklung nach und macht sich Gedanken über die möglichen Antworten auf diese Krise.

Kostas Petropulos, Publizist, 1960 in Dresden geboren, studierte Deutsch und Geschichte in Tübingen. Seit 1987 als freier Journalist vor allem als Autor von wirtschafts- und familienpolitischen Themen hervorgetreten. 1995 Mitbegründer des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit zusammen mit dem Darmstädter Sozialrichter und Familienexperten Dr. Jürgen Borchert und dem Berliner Umweltökonom Dr. Christian Leipert. Zunächst Leiter der HBF-Pressestelle und ab 2004 des gesamten Familienbüros. Er war regelmäßiger Gastautor beim Tagesspiegel, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ZEIT-Online und dem ARD-Hörfunk.

Internet: www.heidelberger-familienbuero.de

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