SWR2 Wissen Kein Sand am Meer

Warum vielen Stränden der Rohstoff ausgeht

Von Dirk Asendorpf

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Sand ist - nach Wasser - der wichtigste Rohstoff der Menschheit. Und er wird, kaum zu glauben, knapp. Der jährliche Verbrauch liegt bei 15 Milliarden Tonnen - für Straßenbau und Betonherstellung, in der Glas- und Chemieindustrie, für Elektronikbauteile und Solarzellen, beim Fracking von Öl- und Gasquellen. Schwimmbagger saugen den Sand vom Meeresboden, Lasterflotten schaffen ihn aus Flussbetten heran und Hunderttausende Staudämme verhindern, dass Flüsse den Sandnachschub aus Erosion und Gesteinsverwitterung ins Meer spülen können. Dünen werden abgetragen oder bebaut und falsch geplante Küstenschutzmaßnahmen blockieren den natürlichen Sandkreislauf am Meer. Die Folge: Viele Strände schrumpfen. Doch Gegenmaßnahmen sind möglich: neue Staudammkonzepte, Rückbau an den Küsten, Sandaufschüttungen. Und Forscher testen, ob Beton auch aus Wüstensand hergestellt werden kann.

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