SWR2 Wissen Gewaltfreie Kommunikation

Gute Idee, wenig Wirkung?

Von Barbara Leitner

Dauer

In den späten 1980er-Jahren brachte der amerikanische Psychologe Marshall Rosenberg seinen Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation nach Deutschland. Nach seinem Modell sollen Menschen sich aufrichtig mitteilen und einander wirklich zuhören. Beide Seiten sollen Konflikte lösen, ohne dass es Gewinner und Verlierer gibt. Die Gewaltfreie Kommunikation gilt als einer der meistgenutzten Trainingsansätze im deutschsprachigen Raum. Mindestens eine Million Menschen in Deutschland sind mit dieser Art der verbindlichen, empathischen Kommunikation vertraut. Aber wie verträgt sich das mit den zunehmenden Konflikten am Arbeitsplatz, mit den Auseinandersetzungen in der Schule oder in der Familie? Hat der Ansatz ausgedient und ist es Zeit, die Idee der Gewaltfreien Kommunikation zu beerdigen?

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