Schriftsteller und ihre Schreibblockaden

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Ein Poster des irischen Schriftstellers Samuel Becket hängt an einer Mauer in Dublin (Foto: picture-alliance / dpa, picture alliance / NurPhoto - Artur Widak)
Ein Poster des irischen Schriftstellers Samuel Beckett an einer Hauswand in Dublin. Beckett hat einen Großteil seines Lebens in Frankreich verbracht. Dort begann er nach dem 2. Weltkrieg, seine Werke auf französisch zu schreiben. „Immer mehr erscheint mir meine eigene Sprache wie ein Schleier, der zerrissen werden muss“, schrieb er an einen Freund. Ein Grund für seine Schreibblockaden in der englischen Sprache war vermutlich das übergroße, hemmende Vorbild von James Joyce. picture alliance / NurPhoto - Artur Widak
Auch der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway, bekannt für „Der alte Mann und das Meer“ litt zeitweise an Schreibblockaden. Er schrieb häufig darüber, wie man diesen Blockaden am besten begegnen kann. Sein nach eigenen Angaben wertvollster Tipp: „Die beste Methode ist, immer aufzuhören, wenn es gerade gut läuft und man weiß, was als nächstes passiert. Wenn man das jeden Tag macht, wenn man einen Roman schreibt, wird man niemals feststecken.“ picture alliance / ZUMAPRESS.com - KEYSTONE Pictures USA
Der deutsche Schriftsteller Uwe Johnson verfiel in eine tiefe Krise, nachdem er 1974 auf die Themse-Insel Sheppey gezogen war. Vorher hatte er den dritten Band seiner „Jahrestage“ veröffentlicht. Die Krise war mit einer Schreibblockade, verbunden, die etwa zehn Jahre andauerte. In der 1982 erschienen Erzählung "Skizze eines Verunglückten" versucht Johnson die Krise seiner Schreibblockade aufzuarbeiten. Erst 1983 erschien der vierte Band der Jahrestage, ein Jahr vor Johnsons Tod. picture-alliance / dpa -
Er schrieb die Bücher der Reihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ und noch vieles mehr - dennoch litt der britische Science-Fiction-Autor Douglas Adams ständig unter Schreibblockaden. Zum Thema Schreiben sagte er: „Es ist einfach! Alles, was Du tun musst, ist auf ein weißes Blatt Papier starren bis Deine Stirn blutet!“ Freunde erzählen, dass sich sein Verleger mit ihm in einem Hotelzimmer einschloss, um ihn beim Schreiben zu beaufsichtigen. picture-alliance / Berliner_Zeit - Lautenschläger Max
Tilman Rammstedt picture-alliance / dpa - Sebastian Kahnert
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