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Sie gilt als Kämpferin für eine humane Psychiatrie in Deutschland: Dorothea Buck. 1936, 19 Jahre jung, wurde sie von den Nazis zwangssterilisiert, nachdem Ärzte eine schizophrene Psychose diagnostizieren.

Auch nach 1945 erfuhr Dorothea Buck, wie menschenverachtend Psychiater in Deutschland mit psychisch Kranken umgegangen sind. Nachdem sie ihre Krankheit überwunden hat, gründete sie den "Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener" und gibt wichtige Impulse für die Praxis und die Forschung in der Psychiatrie.

Vor Kurzem feierte Dorothea Buck ihren 100. Geburtstag. Die Sendung erzählt die Geschichte einer Frau, die trotz ihrer schmerzlichen Erfahrungen viel Lebensfreude versprüht und sich bis heute für einen menschenwürdigen Umgang mit psychisch Kranken einsetzt.

Gesellschaft Die Geschichte der Sozialpsychiatrie – Integrieren statt wegsperren

Psychisch kranke Menschen wurden bis zur Psychiatrie-Enquete 1975 in „Verwahranstalten“ mit Medikamenten ruhiggestellt. Die Sozialpsychiatrie ermöglicht eine andere Behandlung.  mehr...

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26.7.1933 Ministerialrat Arthur Gütt über Zwangssterilisation

26.7.1933 | Bereits kurz nach ihrer Machtergreifung im Januar 1933 legten die Nationalsozialisten die Pläne für ein "rassenreines" Deutsches Reich vor. Zu den Kernideen gehört das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses", vornehmlich erdacht und konzipiert von dem Mediziner und Ministerialrat im Innenministerium Arthur Gütt. In dieser Rundfunkansprache vom 26. Juli 1933 entwickelte Gütt die Nationalsozialistische Rassenpolitik aus medizinischer Perspektive. Menschen ohne ihre Einwilligung unfruchtbar zu machen, nur weil sie einer anderen "Rasse" als der gewünschten angehören, ist laut Gütt eine "Tat der Nächstenliebe".  mehr...

Porträts in SWR2 Wissen Biografien

Leben und Werk berühmter und bedeutender Frauen und Männer aus Wissenschaft und Kultur. In SWR2 Wissen zu hören und als Podcast verfügbar.  mehr...

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