Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein armenischer Amtskollege Edward Nalbandian besuchen am 23.10.2014 das Genozid-Mahnmal Tsitsernakaberd in Eriwan  Armenien (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)

SWR2 Wissen | Armenien und der Orient Deutschland und der Völkermord an den Armeniern

Von Daniel Guthmann

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Vor 100 Jahren begann im Schatten des Ersten Weltkriegs der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts. Im Osmanischen Reich kamen zwischen 1915 und 1917 mindestens 800.000 Armenier bei staatlich geplanten Todesmärschen und Massakern ums Leben. Das deutsche Kaiserreich war - als Verbündeter der Osmanen - genau über die Vorgänge informiert und machte sich durch Untätigkeit mitschuldig. Als die Verantwortlichen für den Völkermord nach dem Krieg in Istanbul zum Tode verurteilt wurden, ermöglichte ihnen die junge deutsche Republik die Flucht nach Deutschland. Dennoch ist die Bundesrepublik bis heute sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, von der Türkei die Anerkennung und Aufarbeitung des Genozids zu fordern.

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Mehr zur Haltung des Kaiserreichs zum Völkermord an den Armeniern: "Hart, aber nützlich".

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