ein Hanfblatt mit seinen gezackten Rändern nah aufgenommen. (Foto: picture alliance -)

SWR2 Wissen Starker Stoff

Cannabis als Medizin

Von Claudia Heissenberg

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Haschisch bedeutet "Gras" auf Arabisch. Das halluzinogene Harz wird aus den Blüten der weiblichen Hanfpflanze gewonnen. Dass die Droge heilende Wirkung haben kann, wusste bereits Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert. Bis ins 20. Jahrhundert galt Cannabis - so der botanische Name von Hanf - in vielen Ländern der Welt als eine Art Universal-Medizin: gegen Rheumatismus, Schlaflosigkeit, Migräne oder Menstruationsbeschwerden zum Beispiel. Mittlerweile ist wissenschaftlich belegt, dass die Inhaltsstoffe der Pflanze schmerzlindernd, muskelentspannend und krampflösend wirken, was z.B. Patienten mit Multipler Sklerose hilft. Von positiven Erfahrungen mit Marihuana - getrockneten Hanfblüten - berichten Menschen, die unter chronischen Schmerzen, ADHS, Epilepsie oder dem Tourette-Syndrom leiden.

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