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Im Gespräch mit Claus Heinrich

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Mit ihrem Essay "Von der Utopie zur Dystopie" hat die 1929 in Budapest geborene ehemalige Marxistin Ágnes Heller jüngst einen philosophischen Schlussstrich unter die totalitären Zukunftsentwürfe gezogen.

Die Holocaust-Überlebende mit jüdischen Wurzeln wurde von Georg Lukácz promoviert und musste die Universität wegen ihrer Teilnahme am Ungarn-Aufstand 1956 verlassen. Sie emigrierte in den 70er-Jahren, arbeitete zunächst in Melbourne und folgte später Hannah Arendt auf ihrem Lehrstuhl in New York.

Auch wenn Ágnes Heller sagt: "Ich kann nicht alles gleichzeitig in Frage stellen" mischt sich die Philosophin immer wieder in aktuelle Themen ein. So äußert sie sich zur Politik des Ministerpräsidenten ihres Heimatlandes Ungarn, wo sie jetzt wieder lebt: "Orbán ist eine Diktator, aber Ungarn ist keine Diktatur."

Porträt Die Philosophin Ágnes Heller – Kämpferin für ein solidarisches Europa

Die ungarische Philosophin Ágnes Heller (1929 - 2019) misstraute allen Utopien und Zukunftsverheißungen. Dennoch kämpfte sie Zeit ihres Lebens für ein freies und pluralistisches Europa.  mehr...

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