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Auswanderung mit dem Mainzer Adelsverein

Von Sabine Mahr

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
8:30 Uhr
Sender
SWR2

"Neu-Deutschland" sollte die Kolonie heißen, die 20 deutsche Adlige um 1840 in Texas gründen wollten. Ein Unternehmen für Ausreisewillige hatten die Aristokraten in Mainz gegründet. Tatsächlich folgten viele Familien aus der Region ihrem Aufruf, in die Neue Welt zu ziehen. Doch ihre Ankunft in Texas war ernüchternd: Wertloses Ackerland, raues Klima, Seuchen, Missernten und der finanzielle Ruin des Vereins bewegten viele der 7000 Auswanderer zur Rückkehr. Nur wenige blieben. Dennoch bilden die Städte New Braunfels und Fredericksburg heute den Kern des "deutschen Gürtels" in Texas. Dort wird jährlich der Friedensvertrag gefeiert, den ein Mainzer Adliger damals mit den Comanchen schloss - einer der wenigen Verträge mit Indianern, der nie von Weißen gebrochen wurde.

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