SWR2 Musikstunde

Schatten über Paris (1)

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"La Ville Lumière" vor und nach der Okkupation

Mit Katharina Eickhoff

In den mittleren Dekaden des 20. Jahrhunderts ging Paris verloren - und hat sich neu gefunden.

Die frühen 30er-Jahre zehren noch vom Glamour der Nachkriegszeit, als Paris zehn Jahre lang das Mekka der Kunst-, Literatur- und Musikszene war - aber die Zeugnisse jener heiter-verrückten Zeit der Feste, werden weggefegt von den Vorboten einer neuen, dunklen Zeit. Schon kommen die ersten Emigranten aus Deutschland an, Kurt Weill, Walter Benjamin, Bruno Walter. Wenig später sind die Wölfe in Paris angekommen. Die schönste Stadt der Welt ächzt unter der Okkupation, aber die Musik spielt weiter - Edith Piaf singt von Liebe und Einsamkeit und beginnt ihre Affäre mit Yves Montand, Olivier Messiaen bringt aus der Kriegsgefangenschaft sein "Quartett auf das Ende der Zeit" mit, und die verbotene Jazzclub-Szene läuft auf vollen Touren. Als die Wölfe vertrieben sind, erhebt sich Paris aus der Asche.

Eine Musikstundenreihe über ein unbekanntes Paris von 1930 bis 1960. (Produktion 2008)

Musiktitel:

Emilia Giuliani:
Capriccio für Gitarre
Siegfried Schwab (Gitarre)
Francis Poulenc:
Sextett, Divertissement
James Levine
Ensemble Wien-Berlin
Francis Lemarque:
„A Paris“
Francis Lemarque
Pierre Degeyter:
„L'Internationale“
Marc Ogeret (Gesang)
Ensemble
Gustave Charpentier:
Louise, 3. Akt
Georges Thill
Ninon Vallin
Raugel Orchestra
Leitung: Eugène Bigot
Alex Farel:
„Sans amour“
Josephine Baker
George Antheil:
Quartett für 2 Violinen, Viola und
Violoncello Nr. 2
3. Satz: Rondino Scherzino. Allegro vivace
Mondriaan Streich-Quartett
Anonymus:
„Sometimes I feel like a motherless child“
Paul Robeson (Gesang)
Lawrence Brown (Klavier)
Francis Poulenc:
Presto B-Dur
Vladimir Horowitz
Kurt Weill:
„L’Opéra des Quat’sous, De quoi vit l’homme?“
Kurt Weill
Kurt Weill:
„J'attends un navire“ aus
der Oper „Marie Galante“
Ute Lemper (Gesang)
RIAS Sinfonietta Berlin
Leitung: John Mauceri

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