Die Kreuzkirche (l) und der Dom (r), die Kathedrale Sankt Johannes der Täufer auf der Dominsel in Wroclaw (Breslau, Polen) (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)

SWR2 Wissen Breslau - ein literarischer Stadtspaziergang

Von Nadine Wojcik

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Für kaum eine Stadt trifft der Titel "Europäische Kulturhauptstadt" so sehr zu wie für das einstige Breslau und das heutige Wroclaw. Die Stadt erlebte vor 70 Jahren einen kompletten Austausch der Bevölkerung. Die neuen polnischen Bewohner suchten und fanden eine ganz eigene Identität in dieser Stadt. Heute vermischen sich hier gekonnt deutsche und polnische Kultur - was sich besonders deutlich in der Literatur widerspiegelt. Bereits im 17. Jahrhundert galt Breslau mit der "Schlesischen Dichterschule" als Hauptstadt der deutschen Literatur.

1830 wurde hier Hoffmann von Fallersleben zum Professor für Literatur berufen, Gerhart Hauptmann - Literaturnobelpreisträger und Ehrenbürger der Stadt - verbrachte in Breslau seine Jugend. Seit dem Zweiten Weltkrieg sind es vor allem polnische Autoren, die sich mit der Stadt und ihrer Geschichte befassen - mit der Zerstörung im Krieg und der Identitätssuche der Nachkriegsgeneration im heutigen Polen. (Produktion 2012)

Ausflugsdampfer fährt auf der Oder in Wroclaw (Breslau, Polen) unter der Grunwaldbrücke (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa - Foto: Arno Burgi/dpa)
Ausflugsdampfer fährt auf der Oder in Wroclaw (Breslau, Polen) unter der Grunwaldbrücke picture-alliance / dpa - Foto: Arno Burgi/dpa
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