SWR2 Tandem Der lange Arm von Scham und Schuld

Eine deutsche Familiengeschichte
Von Natalie Akbari

Dauer
Gedenkstätte Hadamar (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Beschriftete Steine erinnern auf dem Friedhof der Gedenkstätte Hadamar am 22.11.2013 an die Opfer der NS-Euthanasie-Morde. picture-alliance / dpa -

Julia Frick aus Lambsheim in der Pfalz ist Mitte 20, Studentin, hat viele Freunde und einen festen Freund. Doch seit ihrem 18. Geburtstag zieht es sie auch in die Vergangenheit. An diesem Tag träumt sie von ihrem Großvater, der 1941 starb und über den in der Familie nicht gesprochen wird. Was sie dann herausfindet, erschüttert die ganze Familie: Ihr Opa war Opfer des Euthanasie-Programms der Nazis. Nicht weil er behindert gewesen wäre: Sein Schwager, ein SS Offizier, ließ ihn wegen eines simplen Nervenzusammenbruchs einliefern - obwohl er wusste, was das bedeutet. Julia will ihren Großvater wieder ins Gedächtnis der Familie holen und bringt Menschen, die jahrzehntelang geschwiegen haben, zum Reden.

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