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Literatur - SWR2 lesenswert

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Die Literatursendungen Die SWR-Bestenliste, SWR2 lesenswert Feature, Gespräch, Magazin und Kritik (früher: SWR2 Literatur, SWR2 Forum Buch und SWR2 Die Buchkritik) bieten wir Ihnen als Podcast an. Bitte kopieren Sie die folgende Podcast-Adresse einfach in ein Podcatcher-Programm wie iTunes oder iPodder:

Buchkritik Tsitsi Dangarembga - Überleben

Tsitsi Dangarembga erhält in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Das Werk der simbabwischen Schriftstellerin ist jetzt im Orlanda-Verlag zu entdecken. Mit "Überleben" rundet sie die Romantrilogie um ihre Protagonistin Tambudzai Sigauke ab. Tambu wohnt zur Jahrtausendwende in Harare. Als sie eine verheißungsvolle Stelle kündigt, stürzt sie in eine Depression. Später gelingt ihr ein zweifelhafter Aufstieg in die verheißungsvolle Welt des Wohlstands.
Rezension von Gaby Mayr.
Aus dem Englischen von Anette Grube
Orlanda Verlag, 371 Seiten, 24 Euro
ISBN 978-3-94466-687-7  mehr...

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Buchkritik Michael A. Meyer, Leo Baeck - Rabbiner in bedrängter Zeit

Michael A. Meyer war lange Jahre Internationaler Präsident des Leo Baeck Institutes. Jetzt legt er eine detailreiche Biographie über den liberalen jüdischen Theologen Leo Baeck vor: eine spannende Schlüsselfigur des deutschen Judentums in der Zeit des Nationalsozialismus und des Holocaust.
Rezension von Conrad Lay.
Aus dem Englischen von Rita Seuß
C.H. Beck Verlag, 368 Seiten, 32.- Euro
ISBN 978-3-406-77378-5  mehr...

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Buchkritik John von Düffel - Die Wütenden und die Schuldigen

In John von Düffels Roman "Die Wütenden und die Schuldigen" wird der Ausbruch der Corona-Pandemie am Beispiel einer Familie zum Verstärker für existentielle Fragen. Von Düffel zeichnet die schicksalhaften Verbindungen zwischen seinen Figuren nach. Allerdings gerät seine Bestandsaufnahme der Gegenwart nur selten überzeugend.
Rezension von Christoph Schröder.
DuMont Verlag, 314 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-8321-8163-5  mehr...

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Buchkritik Marion Löhndorf - Geschüttelt, aber ungerührt. Was England anders macht

Marion Löhndorf verbindet Alltagsbeobachtungen und Faktenanalyse zu einem fundiert recherchierten Sachbuch über englische Geschichte, Politik, Kunst und Kultur.
Rezension von Claudia Fuchs.
Zu Klampen Verlag, 232 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-86674-791-3  mehr...

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Buchkritik Kenneth Bonert - Toronto. Was uns durch die Nacht trägt

Die Einsamkeit des Menschen in einer globalisierten Welt: nichts Geringeres thematisiert Kenneth Bonert in seinen Erzählungen. Zugleich wirft er Schlaglichter auf das Lebensgefühl der Einwanderermetropole.
Rezension von Julia Schröder.
Aus dem Kanadischen von Stefanie Schäfer
Diogenes Verlag, 256 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-257-07151-1  mehr...

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Buchkritik Oswald Egger - Entweder ich habe die Fahrt am Mississippi nur geträumt, oder ich träume jetzt

Bei Oswald Egger sprudelt die Phantasie wie die Gischt am Ufer des Mississippi. In seinen neuen Prosatexten erlebt man den Wandel der Natur und das sich Anverwandeln des schreibenden Ich an Fauna und Flora. Das ergibt poetische Traumlandschaften, in denen der Mensch Teil der natürlichen Ordnung ist, die - wie die Literatur selbst - zuzeiten wild wuchert.
Rezension von Andreas Puff-Trojan.
Suhrkamp Verlag, 280 Seiten mit zahlreichen Aquarellen des Autors,
28 Euro
ISBN 978-3-518-42977-8  mehr...

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Buchkritik Anne Boyer - Die Unsterblichen. Krankheit, Körper, Kapitalismus

Anne Boyers memoirhafter Essay "Die Unsterblichen" handelt von ihrer Brustkrebserkrankung. Ein Buch für jeden und jede, denn wer heute gesund ist, war einmal krank oder wird irgendwann einmal krank sein, schreibt die Autorin. Die US-Amerikanerin ist Dozentin am privaten Kansas Arts Institute.
Rezension von Brigitte Neumann.
Aus dem Englischen von Daniela Seel
Matthes & Seitz Verlag, 279 Seiten, 25 Euro
ISBN 978-3-75180-316-8  mehr...

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Buchkritik Lisa Krusche - Unsere anarchistischen Herzen

Charles Künstlervater rennt nackt durch Berlin - und nach dieser Eskapade beschließt Mutter Nele: Ein Umzug ist fällig. Von der Großstadt in ein niedersächsisches Dorf. Dort lernt Charles Gwen kennen. Zwischen den beiden Mädchen entsteht eine Freundschaft - und gemeinsam lassen sich ihre dysfunktionalen Familien besser aushalten.
Rezension von Nina Wolf.
S. Fischer Verlag, 444 Seiten, 23 Euro
ISBN 978-3-10-397051-7  mehr...

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Buchkritik Matthias Glaubrecht - Eskapaden der Evolution. Von Menschen, Schimpansen und anderen Kapriolen der Natur

Seit Darwin suchen Evolutionsforscher nach Erklärungen für die bisweilen skurrilen Entwicklungen. Zu ihnen gehört auch der Hamburger Biologe Matthias Glaubrecht, Gründungsdirektor des Centrums für Naturkunde in Hamburg. Bereits 2005 hatte er sich den 'Seitensprüngen der Evolution' gewidmet. Inzwischen hat die Forschung auch dank der Genanalyse manches dieser Geheimnisse entschlüsselt. Viele der neuen Erkenntnisse sind jetzt in die Neufassung unter dem Titel ' Eskapaden der Evolution' eingeflossen.
Rezension von Johannes Kaiser.
Hirzel Verlag, 272 Seiten, 18 Euro
ISBN 978-3-7776-2909-4  mehr...

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Buchkritik Olli Jalonen - Die Himmelskugel

St. Helena im Pazifischen Ozean. Hier lernt der achtjährige Angus den Sternenkundler Edmond Halley kennen, der sich 1677 für ein Jahr auf der Insel aufhält, um den südlichen Sternenhimmel zu kartographieren. Mit "Die Himmelskugel" ist dem finnischen Autor Olli Jalonen ein detailfreudiger Abenteuerroman gelungen.
Rezension von Martin Grzimek.
Aus dem Finnischen von Stefan Moster
Mare Verlag, 543 Seiten, 26 Euro
ISBN 978-3-86648-609-6  mehr...

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Lesetipp Robert Walser - Jakob von Gunten

1905 kam der Schweizer Robert Walser nach Berlin. Er wollte Autor werden. In rascher Folge schrieb er „Geschwister Tanner“, „Der Gehülfe“ und „Jakob von Gunten“. Heute sind dies hochverehrte Romane der klassischen Moderne. Damals aber leider bloß lahme Ladenhüter. Eine entsetzliche Enttäuschung für den jungen Autor. So machte der Verzweifelte schließlich das Scheitern zum Prinzip, indem er sich zum Diener ausbilden ließ. Seine Erfahrungen aus der Dienerschule ließ er in seinen „Jakob von Gunten“ einfließen. Das Ziel: sich kleinmachen.
Der Münchner Autor Markus Ostermair liebt den Roman „Jakob von Gunten“. Er hat selbst lange in der Obdachlosenhilfe gearbeitet und kennt die Schicksale der Menschen, die der Bürgerlichkeit entglitten sind. Letztes Jahr erschien Ostermairs Debütroman „Der Sandler“. Darin erzählt er von einem Obdachlosen, der mal Mathelehrer war. Auch so ein Sturz ins Bodenlose.
Auf SWR2 empfiehlt Markus Ostermair heute Robert Walsers Roman „Jakob von Gunten“.
Suhrkamp Verlag (1985), 192 Seiten, 7,99 Euro
ISBN 978-3-518-37611-9  mehr...

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Gespräch Exil, Heimkehr, Entfremdung - Der Afrikanist Manfred Loimeier über den Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah

Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an Abdulrazak Gurnah. Geehrt wird er dafür, „die Auswirkungen des Kolonialismus und das Schicksal des Flüchtlings zwischen den Kulturen und Kontinenten“ zu schildern. Gurnah weiß, wovon er schreibt: Er wurde 1948 auf der Insel Sansibar geboren und floh als junger Mann nach England. Dort schrieb er zehn Romane sowie einige Erzählungen und lehrte Postkoloniale Literatur an der Universität Kent. Dazu zählen sicherlich auch seine eigenen Bücher, die auf Deutsch augenblicklich leider nur antiquarisch erhältlich sind. Der Heidelberger Afrikanist Manfred Loimeier setzt sich seit langem mit Abdulrazak Gurnahs Werk auseinander und erzählt davon im Gespräch mit SWR2-Literaturredakteurin Katharina Borchardt.  mehr...

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