SWR2 Krimi Der Geheimagent (2/2)

Nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Conrad

Dieser Krimi kann bis Juli 2019 in der ARD Mediathek angehört werden.

Zwischen dem 05. und dem 09. Dezember 1952 versank ganz London unter einer Nebelhaube: Als wegen einer Inversionswetterlage große Mengen an Kohlenrauch aus Schornsteinen und Emissionen von Fabriken un (Foto: dpa -)
Zwischen dem 05. und dem 09. Dezember 1952 versank ganz London unter einer Nebelhaube: Als wegen einer Inversionswetterlage große Mengen an Emissionen von Fabriken und Kraftwerken nicht mehr entweichen konnten, wurde es schwarz in Englands dpa -

Verloc arbeitet als Spitzel, um die anarchistischen Kreise Londons auszuspionieren. In seinem Doppelleben hat er sich gut eingerichtet, bis er gezwungen wird, zu sinnloser Gewalt anzustiften ...

Joseph Conrads Roman von 1907 ist eine meisterhafte Studie der Motive und Hintergründe einer terroristischen Verschwörung. Die Spionagegeschichte beruht auf einem realen Fall: dem Bombenanschlag auf das Observatorium in Greenwich 1894. Und wurde unmittelbar nach dem 11. September zu einem der meistzitierten literarischen Texte in der amerikanischen Presse.

Joseph Conrad (1857 – 1924), geboren in Berditschew (Ukraine) als Josef Teodor Konrad Nalecz Korzeniowski. Er fuhr schon mit siebzehn Jahren für französische und englische Handelsgesellschaften zur See und erwarb zwölf Jahre später das Kapitänspatent. Als ein tropisches Fieber ihn zwang, den Seemannsberuf aufzugeben, ließ er sich 1894 als freier Schriftsteller in England nieder. In den folgenden dreißig Jahren entstanden – oft unter großer materieller Not – die berühmten Romane und Geschichten dieses Autors, der, obwohl er die englische Sprache erst als Erwachsener erlernte, zu den großen Meistern der englischen Literatur zählt. Conrad starb in Bishopsbourne (England).

Aus dem Englischen von Fritz Lorch
Hörspielbearbeitung: Steffen Moratz
Mit: Felix Vörtler, Cathlen Gawlich, Walter Renneisen, Peter Fricke, Arnd Klawitter u. a.
Musik: Julia Klomfaß
Regie: Martin Zylka
(Produktion: WDR 2016)

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