SWR-Tagesgespräch mit der menschenrechtspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Zaklin Nastic zum Westbalkan-Gipfel "Ein Gebietsaustausch könnte helfen"

Die Linken-Politikerin Nastic hat es im SWR2-Tagesgespräch als "erpresserisch und inakzeptabel" bezeichnet, von Serbien die Anerkennung des Kosovo im Gegenzug für einen EU-Beitritt zu verlangen. Stattdessen sollte auch die Bundeskanzlerin ihren Widerstand gegen einen Gebietsaustausch zwischen beiden Konfliktparteien aufgeben.

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Die menschenrechtpolitische Sprecherin der Linken, Zaklin Nastic hat die Forderung der EU zurückgewiesen, als Grundvoraussetzung für einen Beitritt von Serbien die Anerkennung des Kosovo zu verlangen. Im SWR2-Tagesgespräch bezeichnete Nastic das als so wörtlich "erpresserisch und inakzeptabel".

Stattdessen sollte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Initiative für einen Gebietsaustausch zwischen Serbien und dem Kosovo unterstützen. Dafür habe es von beiden Seiten positive Signale gegeben. Merkel lehne das dagegen strikt ab. Das Kosovo sei ein von der NATO künstlich geschaffener Staat. Wenn beide beteiligten Player Gebiete austauschten, dann sei das das souveräne und selbstbestimmte Recht der Betroffenen. Warnungen vor einem Dominoeffekt für die Region durch das Aufbrechen neuer ethnischer Konflikte seien eine "absurde Ausrede", so Nastic. Der EU warf die Linkspolitikerin vor, vor allem von handelspolitischen Interessen geleitet zu sein und auf Serbien Druck zu machen, damit es einen anti-russischen Kurs einschlägt.

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