SWR-Tagesgespräch mit Wera Hobhouse, MP (LibDems) "Der beste Deal ist die EU"

Die deutsch-britische Unterhausabgeordnete Hobhouse setzt darauf, dass das britische Parlament für eine Verschiebung des Brexit stimmt. Hobhouse sagte im SWR Tagesgespräch, am Ende müsste ein zweites Referendum über den Verbleib in der EU stehen.

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Die deutsch-britische Unterhausabgeordnete Wera Hobhouse geht nicht davon aus, dass mit der Abstimmungsniederlage für den Brexit-Deal von Premierministerin May ein ungeregelter EU-Ausstieg wahrscheinlicher geworden ist. Hobhause erwartet, dass sich bei der Unterhausabstimmung am Abend eine Mehrheit der Abgeordneten dagegen aussprechen wird. Im SWR Tagesgespräch sagte die Liberaldemokratin, sie könne sich nicht vorstellen, dass Premierministerin May noch einen dritten Anlauf unternimmt, um für ihren Brexit-Deal eine Mehrheit zu bekommen. May habe sich verkalkuliert und versucht, die Leute zu erpressen. Auf diese Art und Weise komme man nicht zu einer Lösung.

Jetzt gehe es darum, herauszufinden, was der Wille des Parlaments ist und die Optionen eine nach der anderen vom Tisch nehmen.

Dafür brauche es vor allen Dingen eine Fristverlängerung. Hobhouse plädiert im SWR dafür, den Termin für den EU-Ausstieg um deutlich mehr als drei Monate zu verschieben. Das bedeute dann auch die Teilnahme Großbritanniens an der Europawahl im Mai.

Das Land müsse Zeit bekommen, um noch einmal über den Brexit nachzudenken. Gründe für die Fristverlängerung könnten nach Ansicht der Liberaldemokratin Hobhouse Neuwahlen oder ein zweites Referendum sein. Für letzteres trete sie ein und dafür gebe es eine Mehrheit.

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