SWR Tagesgespräch mit Dietmar Bartsch "Der Titel ist klug gewählt"

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag begrüßt die Initiative "Aufstehen" von Parteikollegin Sahra Wagenknecht. Wenn das Projekt helfe, die Linke zu stärken, sei das nur gut.

Dauer

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, begrüßt den Start der Sammlungsbewegung "Aufstehen" von Sahra Wagenknecht. Bartsch sagte im SWR Tagesgespräch, es gebe einen Kulturkampf von rechts. Es sehe so aus, als ob die Achse der Politik in Deutschland sich eher nach rechts verschiebe. Da sei ihm jede Idee, die etwas dagegen tue, willkommen.

Titel klug gewählt

Bartsch sagte, er rate dringend, zu schauen, ob es ein "Aufstehen" gebe. Der Titel sei klug gewählt. Er stehe für die Stärkung der Linken und wenn dieses Projekt helfe, die Linke zu stärken, sei das nur gut. Die Linke allein, so Bartsch, "ist nicht fähig, die gesellschaftlichen Veränderungen durchzusetzen, die notwendig wären".

Versagen der Linken

Der Linken-Politiker konstatierte, "wenn Rechts stark ist, gibt es ein Versagen der Linken und das kann nicht an den Themen liegen, denn viele der Themen sind ja mehrheitsfähig in der Gesellschaft“. Die Mehrheit wolle, dass es einen starken Sozialstaat gebe, eine Friedenspolitik, und "ordentliche Bildung".

Keine Rechtsradikalen

Es muss darum gehen, Wähler zurückzugewinnen, so Bartsch im SWR: "Natürlich will ich keinen Rechtsradikalen gewinnen", aber, so der Fraktionschef, "Wähler von der AfD zurückzugewinnen, ist eine Aufgabe aller demokratischen Parteien". Man habe in Chemnitz zuletzt gesehen, "wie bunt, wie vielfältig auch diese Stadt ist". Aber das müsse auch in Wahlergebnissen manifest werden. Wenn die Bewegung von Wagenknecht dazu einen Beitrag leiste, dann begrüße er das, so Bartsch.

STAND