SWR2 Musikstunde 300 Jahre Karlsruhe

Musik einer Stadt (4)


mit Thomas Rübenacker

Karlsruhe ist eine der jüngsten Großstädte Deutschlands, dieses Jahr feiert sie ihr 300. Gründungsjubiläum. 1715 wurde dem Markgrafen von Baden-Durlach seine alte Residenz zu eng, deshalb entwarf er - nach dem Modell von Versailles - nahbei ein "Carolsruhe", einen Rückzugsort für Karl. Heute ist Durlach nur noch ein Wurmfortsatz Karlsruhes, und wiewohl sich die Stadt nie zum europäischen Mekka der Musik aufschwang, hatte sie doch in ihrer 300-jährigen Geschichte einiges zu bieten. Da finden sich weniger bekannte Hofkapellmeister wie Schwindl oder Brand, aber auch Komponisten wie Johann Melchior Molter oder Franz Danzi. In der Romantik wäre beinahe Karlsruhe Richard Wagners Bayreuth geworden; auf jeden Fall dirigierten alle Wagner- und Brahmsheroen hier, Brahms 2. Sinfonie wurde hier uraufgeführt, Clara Schumann siedelte zeitweise in der "Fächerstadt" und Brahms ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Das größte Originalgenie produzierte die Stadt in unserer Zeit: Wolfgang Rihm, der gerne hier "composer in residence" ist und bleibt, erobert von Karlsruhe aus die Konzertsäle und Bühnen der Welt.

Musiktitel:

Emilia Giuliani:
Capriccio für Gitarre
Siegfried Schwab (Gitarre)
Johannes Brahms:
Erste Sinfonie c-Moll
Chicago Symphony Orchestra
Leitung:  Georg Solti
Johannes Brahms:
Scherzo des Klavierquintetts f-Moll op. 34
Auryn Quartet
Leitung:  Peter Orth
Johannes Brahms:
„Neue Liebeslieder-Walzer“ op. 65
Barbara Bonney, Anne Sofie von Otter,
Kurt Streit und Olaf Bär
Helmut Deutsch und Bengt Forsberg
Johannes Brahms:
Trio für Horn, Violine und Klavier Es-Dur op. 40
"Horntrio Es-Dur op. 40"
4. Satz: Finale. Allegro con brio
Isabelle Faust (Violine)
Alexander Melnikov (Klavier)
Teunis van der Zwart (Horn)
Johannes Brahms:
„Deutsches Requiem“
2. Satz „Denn alles Fleisch, es ist wie Gras“
Arnold Schönberg Chor
Wiener Philharmoniker
Leitung:  Nikolaus Harnoncourt

 

 

 

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