"Sieben Stunden" von Christian Görlitz in Arte Vom Patienten als Geisel genommen

"Sieben Stunden" von Christian Görlitz in Arte Vom Patienten als Geisel genommen

Bibiana Beglau als Hanna im arte-TV-Film Sieben Stunden (Foto: arte - arte)
Der Fernsehfilm "Sieben Stunden" beruht auf wahren Begebenheiten. Am Beispiel der Psychotherapeutin Hanna Rautenberg (Bibiana Beglau) schildert er das Scheitern von Therapie im Strafvollzug. Das Drehbuch entstand frei nach Motiven des Buchs "Sieben Stunden im April– Meine Geschichte vom Überleben" von Susanne Preusker. arte - arte
Die Psychotherapeutin hat in einem bayerischen Hochsicherheitsgefängnis eine sozialtherapeutische Station aufgebaut, die sie mit strenger Hand regiert (Bibiana Beglau und Ensemble). BR/h & v entertainment GmbH - Barbara Bauriedl
Einer ihrer langjährigen Patienten ist Peter Petrowski (Till Firit). Nach einer ihrer letzten Sitzungen stuft ihn Hanna Rautenberg (Bibiana Beglau) nach vier Jahren auf der sozialtherapeutischen Station als kontrolliert, hilfsbereit und rücksichtsvoll ein. arte - arte
Zunächst scheint es so, als sei die positive Prognose für Peter Petrowski gut begründet. arte - arte
Doch dann geschieht das Unfassbare: Der Straftäter nimmt Hanna in ihrem Büro als Geisel. Während das bereitstehende SEK und ihre Kollegen vor der Tür davon ausgehen, dass Hanna die Situation unter Kontrolle hat, wird sie von Petrowski mehrmals vergewaltigt. Erst nach sieben Stunden wird Petrowski wird vom SEK überwältigt. BR/h & v entertainment GmbH - Barbara Bauriedl
Nach dem Ende der Geiselnahme bricht Hanna völlig zusammen. Regisseur Christian Görlitz: "Mir ging es um die Aufarbeitung dessen, was jemandem passiert, der von einer Sekunde auf die andere alles verliert: den Glauben an sich selbst, seine Würde, seine Familie, sein Berufsleben. Wie findet man aus so einer Situation wieder heraus?" BR/h & v entertainment GmbH - Barbara Bauriedl
Von der selbstbewussten, positiven Frau, die Hanna einmal war, ist nach der Tat nichts mehr übrig. Auch Freund und Kollege Uli Riedl (Norman Hacker) hat die Situation in der Zelle verheerend falsch eingeschätzt. arte - arte
Hannas Versuche, zurück in ihr altes Leben zu finden, bringen sie und Ehemann Stephan an ihre Grenzen. Regisseur Christian Görlitz wollte herausfinden, wie es ist, sich in ein ganz neues Leben aufmachen zu müssen und, so Görlitz, "sich zu befreien von dem Gedanken der Rache. Denn dieser Rachegedanke, die Wut, das Zurückschlagen-Wollen verlässt einen nicht. Das ist ein archaisches Gefühl." BR/h & v entertainment GmbH - Barbara Bauriedl
Als wäre es nicht schon furchtbar genug, eskaliert der Streit. Hanna verlässt das Haus. Ehemann Stephan und Sohn Tobias bleiben verzweifelt zurück (Thomas Loibl und Pascal Hoese). BR/h & v entertainment GmbH - Barbara Bauriedl
Es kommt zur Gerichtsverhandlung, bei der Hanna ihrem Peiniger von neuem begegnet. Petrowski und sein Rechtsanwalt (Frank Sollmann). BR/h & v entertainment GmbH - Barbara Bauriedl
Vor Gericht kommt es zur Abrechnung. Hanna fragt, wie es dazu habe kommen können, dass Petrowski ein Messer bei sich hatte. Und warum niemand während des SEK-Einsatzes eingeschritten sei, um ihr zu helfen. BR/h & v entertainment GmbH - Barbara Bauriedl
Nach dem Urteil scheint für Hanna (Bibiana Beglau), ihren Sohn Tobias (Pascal Hoese) und Ehemann Stephan (Thomas Loibl) ein versöhnliches Ende möglich. Doch auch wenn Peter Petrowski verurteilt wird, steht Hanna vor den Trümmern ihres einst unbeschwerten Lebens.Der Film beruht auf wahren Begebenheiten eines Falls aus dem Jahr 2009 und wirft die Frage nach der Therapierbarkeit von Sexualstraftätern auf. arte - arte
STAND