Kritik | "Zauberflöte" in Salzburg Visuelle Glückseligkeit und sängerische Perlen

Kritik | "Zauberflöte" in Salzburg Visuelle Glückseligkeit und sängerische Perlen

Michael Porter und Christiane Karg (Foto: © Salzburger Festspiele / Ruth Walz -)
Bei den Salzburger Festspielen stand Mozarts Zauberflöte bereits 39 Mal auf dem Spielplan, zuletzt 2012 unter Nikolaus Harnoncourt. Jetzt kehrt die Oper zurück ins Große Festspielhaus – unter der musikalischen Leitung von Constantinos Carydis und in der Regie von Lydia Steier, die damit ihr Debüt in Salzburg gibt. Die Premiere war am 27. Juli. SWR2 überträgt die Oper am 4. August im Rahmen des ARD Radiofestivals ab 20:04 Uhr. Zur Kritik von Karsten Umlauf geht es hier.Im Bild: Michael Porter (Monostatos) und Christiane Karg (Pamina). © Salzburger Festspiele / Ruth Walz -
In Lydia Steiers Inszenierung wird die "Zauberflöte" wie in einem Märchenbuch erzählt. Klaus Maria Brandauer (eingesprungen für den erkrankten Bruno Ganz) schlüpft dabei in die Rolle eines Großvaters, der seinen drei Enkelkindern eine Gute-Nacht-Geschichte zum Besten gibt. Diese vier Figuren sind fast durchgängig auf der Bühne präsent. Im Bild: Wiener Sängerknaben (Drei Knaben) und Klaus Maria Brandauer (Großvater). © Salzburger Festspiele / Ruth Walz -
Mit ihrem Konzept versucht Lydia Steier die ihrer Ansicht nach problematischen Dialoge zu umgehen: "Sie sind lang – und es ist schwierig sie darzustellen, ohne dass sie künstlich oder gar albern wirken."Im Bild: Adam Plachetka (Papageno) und Klaus Maria Brandauer (Großvater). © Salzburger Festspiele / Ruth Walz -
Die Bühne im Großen Festspielhaus ist für Regisseure immer eine Herausforderung, in der Vergangenheit wurde sie sogar manchmal verkleinert. Lydia Steier versucht stattdessen die Größe zu zelebrieren: "Unser Bühnenbild ist äußerst wandelbar und beweglich, um die Traumebene der Geschichte hervorzuheben." © Salzburger Festspiele / Ruth Walz -
Die Texte für die Erzählerrolle hat Lydia Steier zusammen mit ihrer Dramaturgin Ina Karr geschrieben.Im Vordergrund: Adam Plachetka (Papageno) und Klaus Maria Brandauer (Großvater). © Salzburger Festspiele / Ruth Walz -
Zauberoper, Singspiel, Maschinenkomödie, Freimaurerritus mit ägyptischen Mysterien, heroisch-komische Oper? Die Zauberflöte wird so viel gehört, so häufig aufgeführt, beredet, bezweifelt und befragt wie kaum ein anderes Werk der Operngeschichte.Im Bild: Matthias Goerne (Sarastro) und Christiane Karg (Pamina). © Salzburger Festspiele / Ruth Walz -
Je nach Blickwinkel ändert sich die Perspektive auf diese schillernde Oper. Im Bild: Christiane Karg (Pamina) und Wiener Sängerknaben (Drei Knaben). © Salzburger Festspiele / Ruth Walz -
Drei Knaben, deren Zugehörigkeit zur Königin der Nacht oder zu Sarastro im Unklaren bleibt, geben Tamino ihre jugendliche Weisheit mit auf den Weg. Ihr Rat ist es, den er sich „ewig ins Herz gegraben“ wünscht.Im Bild: Wiener Sängerknaben (Drei Knaben) und Mauro Peter (Tamino). © Salzburger Festspiele / Ruth Walz -
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