"Mein Kampf" von George Tabori in der Inszenierung von Serdar Somuncu Wie aus Hitler Hitler wurde

"Mein Kampf" von George Tabori in der Inszenierung von Serdar Somuncu Wie aus Hitler Hitler wurde

Thomas Fritz Jung, Andreas Haase und Peter Posniak in "Mein Kampf" von George Tabori, in der Inszenierung von Serdar Somuncu in Konstanz. (Foto: SWR, Theater Konstanz - Foto: Illja Mess)
Die "Farce" von George Tabori beschreibt die Wiener Jahre von Adolf Hitler, eine Art "Making of" des Diktators. Hitler (Peter Posniak, rechts) erscheint 1910 als erfolgloser Studienaspirant im Männerwohnheim. Herzl (Thomas Fritz Jung) und Lobkowitz (Andreas Haase) sind Sparringspartner bei der Entwicklung des harmlosen Mannes zum blutrünstigen Demagogen. Theater Konstanz - Foto: Illja Mess
Gretchen, eine Art Männerphantasie der unfreiwilligen Wiener Wohnheim-Kommune (Laura Lippmann), berückt auch Herzl (Thomas Fritz Jung). Der Jude nimmt bald den jungen Hitler unter seine Fittiche. Theater Konstanz - Foto: Illja Mess
Peu à peu verwandelt sich Hitler (Peter Posniak, im Hintergrund) in "Mein Kampf" schließlich in den späteren Diktator. Eine Entwicklung, die absurderweise nur dank der Nächstenliebe von Herzl und sogar der Beihilfe Gottes (Thomasz Robak als "Himmlisch") möglich ist. Theater Konstanz - Foto: Illja Mess
Schließlich werden in "Mein Kampf" auf tragikomische Weise die christlichen Werte in der schwarzen Messe des Diktators geopfert. Peter Posniak als Hitler in der Konstanzer Inszenierung von Serdar Somuncu. Theater Konstanz - Foto: Ilja Mess
Besonders tragisch ist die Rolle des Juden Herzl im Männerwohnheim (Thomas Fritz Jung, links). Denn erst die Fürsorge von Herzl, seine guten Tipps und Tricks, machen aus dem jungen Hitler (Peter Posniak) den späteren Diktator. Selbst den Titel für sein eigenes Buch, "Mein Kampf", überlässt Herzl dem fatalen Schützling. Theater Konstanz - Foto: Ijla Mess
Am Ende von "Mein Kampf" ist auch die negative Entwicklung der Persönlichkeit Hitlers abgeschlossen. Aus dem junger Wiener Studentenanwärter (Peter Posniak, rechts) ist der düstere Demagoge geworden. Herzl (Thomas Fritz Jung) hat ein fatales Werk Theater Konstanz - Foto: Illja Mess
STAND