„Die sieben Todsünden“ von Kurt Weill und Bertolt Brecht Elektroclash-Sängerin Peaches mischt das Staatstheater Stuttgart auf

„Die sieben Todsünden“ von Kurt Weill und Bertolt Brecht Elektroclash-Sängerin Peaches mischt das Staatstheater Stuttgart auf

„Die sieben Todsünden“ im Schauspiel Stuttgart (Foto: Schauspiel Stuttgart - Bernhard Weis)
„Die sieben Todsünden“ ist ein satirisches Ballett mit Texten von Bertolt Brecht und Gesang von Kurt Weill. In der Inszenierung des Staatstheater Stuttgarts steht auch Peaches mit auf der Bühne. Die kanadische Elektroclash-Sängerin und Aktivistin ist bekannt für ihre provokanten Aufritte und ihr Engagement für Gleichberechtigung und sexuelle Freiheit. Premiere war am 2. Februar.Im Bild: Josephine Köhler, Peaches Schauspiel Stuttgart - Bernhard Weis
Mit Zynismus und Humor erzählt Bertolt Brecht die Geschichte von Anna, die Opfer des kapitalistischen Systems geworden ist. Anna wird von ihrer Familie zur Prostitution gezwungen, damit endlich Geld für das Eigenheim in die Kasse kommt.„Die Sieben Todsünden“ sei aktueller denn je, sagt Peaches in SWR2. Die heutige Gesellschaft sei getrieben vom Hyperkapitalismus.Im Bild: Christopher Sokolowski, Gergely Németi, Louis Stiens, Florian Spiess, Elliot Carlton Hines, Peaches, Staatsorchester Stuttgart Schauspiel Stuttgart - Bernd Weißbrod
Zum ersten Mal seit 23 Jahren arbeiten die Sparten Schaupiel, Ballett und Oper des Staatstheater Stuttgart in der Inszenierung zusammen. Die Familie von Anna wird gespielt von Sängerinnen und Sängern der Staatsoper Stuttgart. Die Rolle der Anna ist gleich mehrfach besetzt. Sie wird verkörpert von Schauspielerin Josephine Köhler und dem Tänzer und Choreographen Louis Stiens. Peaches spielt die ältere Anna, die als Erzählerin ihre eigene Geschichte rückblickend kommentiert. Im Bild: Melinda Witham (hinten), Louis Stiens, Peaches, Josephine Köhler Schauspiel Stuttgart - Bernhard Weis
Regisseurin Anna-Sophie Mahler hat für die Ausbeutung des Individuums ein Symbol gefunden: Den Boxkampf. Er versinnbildlicht, wie Menschen sich vom System benutzen lassen und sich dabei selbst zerstören. Zu der Vorlage von Brecht und Weill hat die Regisseurin im zweiten Teil neue Texte hinzugefügt.Im Bild: Josephine Köhler, Louis Stiens Schauspiel Stuttgart - Bernhard Weis
Hier gerät die Inszenierung zu einer Peaches-Performance. Die Künstlerin beeindruckt mit Stimme und Spiel - ein Spektakel für Auge und Ohr. langweilig ist das Stück jedenfalls nicht. Das Staatstheater Stuttgart zeigt „Die Sieben Todsünden“ noch bis zum 30. März. Alle Vorstellungen sind ausverkauft.Im Bild: Josephine Köhler, Peaches, Louis Stiens Schauspiel Stuttgart - Bernhard Weis
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