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Auch Halles „Händel im Herbst“ mit Besucherrekord Wachsende Händelfangemeinde

Nach dem Saale-Hochwasser 2013 war das "Händel im Herbst"-Wochenende ein kleiner Trost für die ausgefallenen Händelfestspiele. Mittlerweile hat sich die Notlösung zu einem eigenständigen Festival entwickelt.

Simone Kermes und concerto Köln in der Konzerthalle Ulrichskapelle Halle

Auch in Halle mit Ausverkauft-Garantie: Sängerin Simone Kermes mit Concerto Köln in der Konzerthalle Ulrichskapelle

Nach dem Besucherrekord bei den Händel-Festspielen 2018 hatten auch die am Sonntag, 18. November, zu Ende gegangenen „Händel im Herbst“-Tage mit 1500 Besuchern ihren neuen Rekord. Die fünf Konzerte waren nach Angaben der veranstaltenden Stiftung Händel-Haus zu 80% ausgelastet, womit die Gesamtbesucherzahl um 25 % "gegenüber den letzten Jahren" gesteigert werden konnte. Drei Veranstaltungen des viertägigen Festivals waren restlos ausverkauft - auch nach kurzfristiger Erweiterung der Bestuhlung.

Höhepunkte des Festivals waren nach Angaben des Veranstalters das ausverkaufte Konzert der Starsopranistin Simone Kermes und Concerto Köln und der Auftritt des aus Uruguay stammenden 34jährigen Countertenors Leandro Marziotte und Radio Antiqua. Im Rahmen der kleinen Festspiele kam es auch zu einer Wiederaufnahme der szenischen Aufführung der Händel-Oper „Berenice, Regina d’Egitto“ in der Oper Halle. Das Konzert mit Simone Kermes wird von MDR Kultur am 20. November ab 20.05 Uhr ausgestrahlt.

Händel im Herbst dank Hochwasser

Die „Händel im Herbst“-Tage finden in ihrer jetzigen Art seit dem Jahr 2013 statt. Damals mussten die Händel-Festspiele im Juni aufgrund des Saale-Hochwassers abgesagt werden. Um das geplante Vorkonzert und die Opernaufführung im November wurden unter dem Festspieltitel „Händel im Herbst“ weitere Veranstaltungen gelegt, um sich auf diese Weise für die Unterstützung nach Absage der Festspiele zu bedanken. Nach positiver Resonanz finden die kleinen Händel-Festspiele seither mit wachsendem überregionalen Interesse statt und sind seit dieser Ausgabe auch eine „eigenständige Wort-Bild-Marke".

Im Programm

Antonín Dvorák:
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 13
Tschechische Philharmonie
Leitung: Jirí Belohlávek
Johannes Brahms:
Sonate f-Moll op. 120 Nr. 1
Shirley Brill (Klarinette)
Jonathan Aner (Klavier)
Igor Strawinsky:
Concerto in D
Kammerorchester Basel
Leitung: Christopher Hogwood
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Oktett Es-Dur op. 20
Matthias Wollong, Yamei Yu (Violine)
Hartmut Rohde (Viola)
Michael Sanderling (Violoncello)
Leipziger Streichquartett
Joseph Haydn:
Divertimento G-Dur Hob. IV/9
Paul Meisen (Flöte)
Ernö Sebestyén (Violine)
Martin Ostertag (Violoncello)

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