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Musik und Architektur Tschechisches Ostrava bekommt neues Konzerthaus

Das bisherige Kulturhaus in Ostrava wurde im Geist des modernen Klassizismus errichtet. Ein futuristischer Konzertsaal aus Ahornholz und Beton wird das Gebäude aus den 1950er-Jahren nun ergänzen.

Konzerthaus Ostrava

„Ein dramatischer komplementärer Kontrast zwischen Neuem und Altem schafft ein kulturelles Wahrzeichen für Ostrava.“ (Das siegreiche Architekturbüro zu seinem Entwurf)

Das tschechische Ostrava bekommt einen neuen Konzertsaal. Realisiert werden soll der Entwurf des New Yorker Büros Studios Steven Holl Architects + Architecture Acts, das als Gewinner aus einem internationalen Architektur- und Städtebauwettbewerb hervorging, wie die Stadt mitteilte. Ein Jury aus renommierten Experten hatte den Entwurf mit großer Mehrheit aus sechs Vorschlägen ausgewählt, die nach der ersten Runde mit 31 Bewerbern noch zur Auswahl standen.

„Es ist ein fantastisches Stück Architektur, wenn man die Beziehung gut betrachtet zwischen der Stadt Ostrava und dem Park hinter dem bestehenden Gebäude. Ich glaube, dass das Siegerprojekt ein emblematisches Stück Architektur für die Wiederbelebung der Stadt in Ostrava sein wird.“ (Jurymitglied Krzysztof Ingarden)

Konzertsaal für nur 60 Millionen

Die Kosten für den Konzertsaal mit 1.300 Plätzen sollen bei 1,5 Milliarden tschechischen Kronen (gut 60 Millionen Euro) liegen. Bis Ende 2023 sollen die Bauarbeiten des Konzertsaals an das bestehende Kulturhaus abgeschlossen sein. Die Kosten teilen sich Stadt, Region und das tschechische Kulturministerium.

Ostrava ist bereits seit mehreren Jahrzehnten bestrebt, einen Konzertsaal mit perfekter Akustik und mit ausreichend Platz für das Publikum und die Bedürfnisse der Janáček Philharmonie Ostrava zu bauen. Das 1954 gegründete Philharmonische Orchester wurde nach dem tschechischen Komponisten Leoš Janáček benannt, der 1928 in der mährischen Stadt gestorben ist.

Konzerthaus Ostrau

So wird der städtische Verkehrslärm abgeschirmt: Die Konzerthalle öffnet sich auf der Gebäuderückseite in Richtung eines bestehenden Parks.

Im Programm

Peter Tschaikowsky:
1. Satz aus dem Streichsextett op. 70 "Souvenir de Florence"
Yuri Yurov (Viola)
Mikhail Milman (Violoncello)
Borodin-Quartett
Gotthard Odermatt:
"Eté"
Albrecht Mayer (Oboe)
Academy of St. Martin in the Fields
Joaquín Turina:
4 "Postkarten"
Maria Bergmann (Klavier)
Johann Strauß:
"Ach, wie so herrlich zu schau'n" aus der Operette "Eine Nacht in Venedig"
Fritz Wunderlich (Tenor)
Berliner Symphoniker
Leitung: Fried Walter
Richard Wagner:
"Waldweben" aus der Oper "Siegfried"
Leitung: Philippe Jordan
Louise Héritte-Viardot:
"Fliegen und Schmetterlinge" aus dem Klavierquartett Nr. 2 A-Dur op. 9
Ensemble Viardot

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