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Musik Warum Teodor Currentzis die Oper Perm verlässt

Seit 2011 ist der Dirigent Teodor Currentzis künstlerischer Leiter der Oper in Perm, einer russischen Stadt im Ural. Sein "Himmelreich" verlässt er jetzt aber wegen Problemen mit den Behörden der Region.

Teodor Currentzis

Klagt in einem offenen Brief über Probleme mit russischen Behörden: Teodor Currentzis

Stardirigent Teodor Currentzis hat wenige Tage nach seinem angekündigten Rückzug von der Oper in der russischen Stadt Perm seinen Weggang mit Problemen in der Region begründet.

"All die Jahre waren wir in ständigen Auseinandersetzungen", schrieb der 47-Jährige in dem am Donnerstag, 27. Juni, veröffentlichten offenen Brief. Die Behörden hätten nie etwas von der künstlerischen Arbeit verstanden und jedes Feingefühl vermissen lassen.

Currentzis hatte angekündigt, die künstlerische Leitung des Staatlichen Opern- und Balletttheaters in Perm in diesem Sommer abzugeben.

"Als ich zum ersten Mal nach Perm kam, dachte ich: was bleibt, wenn ich gehen muss? Ich war bestrebt, etwas für die Menschen in dieser Stadt zu schaffen, nicht für mich.." (Aus der Mitteilung von Currentzis)

Currentzis habe sich bislang stets zurückgehalten, eigene Probleme öffentlich zu machen.

Seine Kritik galt in erster Linie der Verwaltung des Permer Gebiets: "(...) ohne deren völliges Unverständnis, jeden Fehlens von Ehrfurcht und Einfühlungsvermögen, hätte ich nicht die Kraft für diese Entscheidung aufgebracht, mein Himmelreich zu verlassen."

Currentzis bleibt Perm treu

Der Stadt Perm, in der Currentzis seit 2011 wohnt, bleibt er mit dem Internationalen Djagilew-Festivals allerdings weiterhin treu, teilte die am Ural gelegene Oper mit. Mit ihm seien Oper und Ballett in den vergangenen acht Jahren "zum Mittelpunkt der weltweiten Aufmerksamkeit auf dem Gebiet der modernen und klassischen Kunst" geworden.

Teodor Currentzis ist seit der Saison 2018/19 Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters und bleibt dies auch weiterhin.

Im Programm

darin bis 8.30 Uhr:
u. a. Pressestimmen, Kulturmedienschau und Kulturgespräch

Musikliste:

Muzio Clementi:
4. Satz Finale aus der Sinfonie Nr. 1 C-Dur
London Mozart Players
Leitung: Matthias Bamert
Kurt Weill:
Lied der Seeräuber-Jenny aus der Dreigroschenoper
Milva (Gesang)
RIAS Berlin Sinfonietta
Leitung: John Mauceri
Georg Friedrich Händel:
Amabile beltà, Händel-Werke bearbeitet als Konzert
Matthieu Gauci-Ancelin (Flöte)
Albrecht Mayer (Oboe und Leitung)
Sinfonia Varsovia
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Lied ohne Worte fis-Moll op. 19 Nr. 5
Murray Perahia (Klavier)
Joseph Haydn:
4. Satz aus der Sinfonie Nr. 65 A-Dur
Heidelberger Sinfoniker
Leitung: Thomas Fey
Dale Kavanagh:
"A la Fueco" aus "Three pieces"
Nathasja van Rosse (Gitarre)
Sebastian Sternal:
Baloo boo boo
Sebastian Sternal (Klavier)
Larry Grenadier (Bass)
Jonas Burgwinkel (Schlagzeug)
Percy Grainger:
Spoon river
Marc-André Hamelin (Klavier)
Johann David Heinichen:
3. Satz Concerto grosso G-Dur Seibel 214
Musica Antiqua Köln
Leitung: Reinhard Goebel
Michael Nyman:
"Waltzing the bird" aus dem Film "Six days, six nights"
The Michael Nyman Band
Soila Sariola:
Nouse lauluni
Rajaton
Tomaso Giovanni Albinoni:
Concerto a cinque e-Moll, op. 2 Nr. 2
Balthasar-Neumann-Ensemble
Leitung: Thomas Hengelbrock
Franz Liszt/Franz Schubert:
"Aufenthalt", Lied aus Schwanengesang, Transkription
Arcadi Volodos (Klavier)
Wolfgang Haffner:
For Vince & Arif
Wolfgang Haffner Sextett
Ernesto Nazareth:
Odeon, Tango brasileiro für Klavier
Gabriela Montero (Klavier)
Edward Elgar:
Ouvertüre aus der Suite "Der Zauberstab der Jugend" Nr. 1
Orchester der Walisischen Staatsoper
Leitung: Charles Mackerras
Abdullah Ibrahim:
Excursions
Dollar Brand (Klavier)
Ensemble

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