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Jazz Liz Kosack erhält SWR Jazzpreis 2019

Die Keyboarderin Liz Kosack ist Trägerin des SWR Jazzpreises 2019. Mit ihr erhält zum ersten Mal seit 1981 eine US-amerikanische Musikerin die Auszeichnung. Die Wahl-Berlinerin ist eine wichtige Stimme in diversen Bands. Als Mitglied des KIM-Kollektivs realisiert sie immer wieder beeindruckende Konzertabende in multimedialen Aufführungsformaten.


„Expressiv und klangvirtuos gestaltet sie musikalische Welten, regt neue und oft überraschende Hörerfahrungen an.“ (aus der Jurybegründung)

Liz Kosack kann wie eine verwitterte Orgel klingen, wie ein hitziges Saxofon oder eine elektrifizierte singende Säge. Oder sie verwebt flirrende und elegische Klänge zu einem Solo, das wie ein Streifzug durch urbane Betonwüsten oder ein Science-Fiction-Szenario wirkt.

Unverwechselbarer Synthesizer-Klang

„Ich spiele sehr oft Synthesizer, vor allem mit anderen Musikern. Gerade wenn noch mehr elektronische Instrumente dabei sind, kann ich mit dem Synthesizer Klänge erzeugen, die zunächst irritieren.“ (Liz Kosack)

Ihr Ton auf dem Keyboard und auch auf dem Synthesizer ist mittlerweile unverkennbar. Dafür schätzen sie Musikerinnen und Musiker in Berlin, Köln, Norwegen und den Vereinigten Staaten.

Auftritt mit Maske

Liz Kosack tritt immer mit Maske auf. Es gibt kaum Bilder von ihr ohne eine ihrer vielen Masken.

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Jazz

Die Masken der SWR Jazzpreisträgerin Liz Kosack

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Liz Kosack trägt bei allen Konzerten eine Maske. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit ist sie auch Designerin und fertigt ihre Masken selbst an. Wir haben einige ihrer schönsten Masken zusammengestellt.

Liz Kosack trägt bei allen Konzerten eine Maske. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit ist sie auch Designerin und fertigt ihre Masken selbst an. Wir haben einige ihrer schönsten Masken zusammengestellt.

„Ich habe Masken gemacht, solange ich mich erinnern kann. Und ich hatte schon immer entsetzliches Lampenfieber, das ging schon los, als ich mit 6 Jahren angefangen habe, Klavier zu spielen.“

„Seit einem Konzert in Brooklyn, vor dem ich extrem nervös war, trage ich die Masken auf der Bühne. Ich hatte so viele gemacht und davor immer nur eine zu Halloween getragen. Im Konzert war es dann total stimmig für mich. Nicht nur als Antwort auf das Lampenfieber, es macht auch großen Spaß, eine Maske zu tragen.“

Musikalische Ausbildung in den USA

Aufgewachsen ist Liz Kosack in der US-Stadt Maine. Sie hat in New Jersey an der William Patterson University Jazzpiano studiert, anschließend tauchte sie in die experimentierfreudige Szene in Brooklyn ein.

Seit 2013 wohnt sie in Berlin und ist Mitgründerin des Kollektivs für improvisierte und komponierte Musik, kurz KIM, das Konzertreihen und Festivals mit Berliner Musikschaffenden und auswärtigen Gästen von anderen Kollektiven realisiert.

Vorliebe für gemeinschaftliches Musizieren

„Alle meine Gruppen entwickeln ihre Musik gemeinschaftlich. Wenn die Menschen und Umstände zusammenpassen, können wir etwas in Gang setzen. Genau wie in der Improvisation.“ (Liz Kosack)

Bei Liz Kosack finden der Sinn für kollektive Spielweisen und der Weitblick für andere künstlerische Handlungsfelder zusammen. Nicht zuletzt durch sie lässt sich das Keyboard in der improvisierten Musik noch einmal neu entdecken.




SWR Jazzpreis und Preisträgerkonzert

Der SWR Jazzpreis ist der älteste Jazzpreis Deutschlands und wird 2018 zum 38. Mal vergeben. Die Jury besteht aus je zwei Vertretern des SWR und des Landes Rheinland-Pfalz, einem Mitglied einer Jazzorganisation und zwei unabhängigen Musikkritikern. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

Am 7. November 2019 spielt Liz Kosack im Rahmen der Preisverleihung beim Festival „Enjoy Jazz“ in Ludwigshafen.



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